Algis Klimaitis kommt aus der Ecke

AfD Russlandkongress Magdeburg. Elsässers Compact bietet einen Livestream, teilweise auch schon offline zu sehen. In den Tagungspausen werden Mitschnitte von Elsässers Konferenz mit Scholl-Latour und Bahr eingeblendet, oder auch Putin, die russische Fahne sowieso, der Skyline New Yorks werden alte russische Kirchen gegenübergestellt. Dann kommt er (min 2:44:00). Algis Klimaitis. Weltbekannt durch des Hochstapler Kofners feinen Eurasischen Verein (s.u.). Der alte Mann liest ab. ER LIEST AB! Und zwar sehr schlecht. Ich tu’s mir nicht an.

Den Faktenfindern bei der Tagesschau sei Dank, dass sie einiges mehr über Algis Klimaitis ans Tageslicht gebracht haben. Sie haben Stasi-Akten dieses feinen Mannes durchgearbeitet. Erstaunliches kommt ans Licht.
Trotzdem: wer diesen Mann gesehen hat, hat keine Angst vor seinem Einfluss. Durch die Faktenfinder-Recherche wird er eigentlich nur unverdienterweise geadelt. Oder hat er hintenrum immer noch Fäden in der Hand? Viele dieser Leute versuchen was zu spinnen. Meist klappt das nicht, weil die Unterstützung der „Hohen Hand“ fehlt. Die hat allerdings Elsässer. Und die AfD.

Übrigens ist der Querfrontcharakter der Veranstaltung nicht zu übersehen „Atlantikbrücke – Überschneidungen“ – wie Alan Posener schreibt: „Wenn die AfD klingt wie die antiimperialistischen Linken

Nettes Detail am Rande: Gensing meint, Kofner müsse gewisse Resourcen haben, um eine so aufwendige website unterhalten zu können „ein erstaunliches Pensum – vor allem, da die meisten Beiträge in mehreren Sprachen angeboten werden: Deutsch, Russisch, Französisch und Englisch.“
Allerdings sind die vielen Sprachen nur automatisch übersetzt 😉 Jurij Kofner wird aus dem Englischen dann zu „Джуриж Кофнер“ und Tobias Nase zu „Тобиас Нейс“ 😉 Ausgangssprache eindeutig Englisch.
Gensing fragt sich selbst, welche Wichtigkeit dieser Kofner tatsächlich habe. Ich bin mit dem Gumilov-Institut einer Meinung, dass er einfach ein Hochstapler ist (beim Gumilov-Institut „Betrüger“), wie viele in dem Bereich (Klasen…)

Noch eine Randbemerkung: auf Kofners Seite findet sich ein Report des sipri-Instituts in Stockholm in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, ersteres für seine prorussische Haltung bekannt. Natürlich wirbt Kofner für die New Silk Road oder One Belt One Road (OBOR) Initiative Chinas, die nichts anderes ist als seine geopolitische und damit politische Einflussnahme zu vergrößern (übrigens eine Glanzleistung, dieses Projekt – wenn das Ziel ein anderes wäre…). Dort liest man dauernd von „Eurasien“ und auch dieses:

[The EU] should consider forging closer strategic relationships with key stakeholders such as China, India and Russia in the interest of a more stable Eurasia, with the Belt as one possible impetus for this

Kofner und Glazyev auf dem SPIEF

Juri Kofner hat auf dem SPIEF versucht, möglichst vielen möglichst prominenten Leuten die Hand zu schütteln – in Politikermanier mit „laufender Kamera“. Dann wird wieder in prominenten Medien berichtet, welche einflussreichen Leute der Hochstapler kennt (wie zuletzt Patrick Gensing auf tagesschau („Kofners Fotos mit diversen Persönlichkeiten und die auf der Homepage des ZKZ aufgeführten Partnerschaften legen nahe, dass er gut in die außenpolitische Elite Russlands vernetzt sei. Doch wie relevant er dort wirklich ist, bleibt unklar.“)

Auf dem Petersburger Wirtschaftsforum haben sich ja eine Menge Leute getummelt – neben den nützlichen Idioten Schröder, Gabriel und Seehofer aber auch Sergey Glaziev, dem Kofner auch die Hand gibt.

Wer war nochmal Sergey Glazyev/ Glasjew? Isborsk-Klub, Mitgründer der rechtsextremen „Rodina“ (Katasonova), Mitgründer der Partiya Novorossiya (zus. mit Dugin)

Hier und hier haben wir schon über diesen Putinschen Multidrahtzieher und langjährigen Freund LaRouches berichtet. Auch öfter über seine Überschätzung (zB als „Gumilev“).

Stalinisten für Trump

Was der total überbewertete Kofner so teilt – auch in der Gruppe „Stalinisten für Trump“ (HT Kyrylo Tkachenko):

  • Treffen mit dem MP der LINKEN Alexander Neu
  • Abschied von der Trump-Liebe nach dem Angriff in Syrien

Neu und der Liebe der LINKEN zu Ultranationalisten – Jurij Kofner, Autor auch bei Elsässers compact, hypt ja auch die AfD, und russische Nationalisten.

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Katasonova (auch überbewertet, siehe ihr Besuch in Frankreich, wo sie sich – und ihr Triptychon – der LePen geradezu aufdrängt) und ihr Wahlkampf für Trump – da kann Kofner jetzt nicht mehr hinter stehen, nachdem Trump seinen Gott Putin in Syrien angegriffen hat, stellvertretend in Assad. Aber er hat auch andere Gründe, Trump nicht als den Heilsbringer zu sehen, als den ihn europäische und amerikanische AltRightler verehren – denn Trump hat ja noch nicht mal gegen LGBT ausgesprochen, und auch gegen Immigranten hält er nicht, was er versprochen hat. Und hier distanziert er sich auch einmal von Dugin.

It is one thing, when the American Alt-right and the European New Right (fr. Nouvelle droite) support Trump. This is just logical, since they are all part of the Western culture. But the new „right-turn“ in many countries of the Western hemisphere hasn’t cancelled Western chauvinism and imperialism against Russia and the „rest of humanity“. The Russian Eurasianists and supporters of multipolarity of the other parts of the world can never be be, and never could have been, any fans of Donald J. Trump (which would have been just as wrong as supporting Hillary Clinton or Bernie Sanders). I have said this from the very beginning of the US presidential elections. This trumpomania once again proved that Alexander Dugin and his followers are not Eurasianists, but, in fact ideological Westerners, in the sense that they think of themselves as a continuation of the Western New Right movement. (Kofner on his greater-europe-site)

Kofner schafft es dank seiner Internetpräsenzen, dass alle Welt über ihn redet – obwohl alles nur heiße Luft ist.

Kofner wieder maßlos überschätzt

Katharina Bluhm von der Freien Universität Berlin hat einen Aufsatz geschrieben zu einem „neuen russischen Konservativismus“, als dessen Vertreter sie den Isborsk-Klub und Dugin links liegen lässt, aber Kofners Vereine „besonders hervorhebt“. Seinen Jugendclub habe die russische Regierung ins Leben gerufen.

Das Gumilev-Institut sieht ihn einfach als Hochstapler

Das Papier von Katharina Bluhm scheint sehr schlecht recherchiert; sehr wenige Quellen, aus denen sie ihre Einschätzung Kofners und seiner Vereine bezieht; hauptsächlich sogar seine eigenen Verlautbarungen. Es gibt keinerlei Quellen von außerhalb, die sich mit diesen „Organisationen“ beschäftigen. Und es gibt keine russischen Quellen. Kann sie wirklich über russische Konservative forschen ohne russische Quellen? Kann sie etwa gar kein Russisch? Doch, anscheinend schon, hat sie doch einen Teil ihrer Studienzeit an der Lomonossov-Universität verbracht.

Ihre sonstigen Publikationen beschränken sich auf Themen zwischen Markt und Produktion.

Patrick Gensing war da mit seiner Recherche und seiner Einschätzung von Kofner schon vorsichtiger. Er meint zwar, dass Kofner gute Kontakte anzubieten habe, aber meist sind diese selbstreferentiell (Kofner als Autor bei Elsässers Compact wird als Teilnehmer auf deren Konferenz hervorgehoben – jedoch in seiner Eigenschaft als Chef der „Eurasischen Bewegung der russischen Föderation“). Mit den Identitären und mit Poppel (Suworow-Institut Wien) ist es der gleiche Kreisverkehr.

Im wesentlichen hat Kofner 2 Jugendvereine gegründet (er ist selbst noch Student und schreibt angeblich an seiner Doktorarbeit): Eben jene „Eurasische Bewegung der Russischen Föderation (EDRF, Евразийского Движения Российской Федерации), gegründet von einem Haufen herziger Buben in einer sibirischen Jurte in Ethnomir-Park (s. teaser-Foto) – und diese Jugendparty soll laut Prof. Bluhm eine Gründung der russischen Regierung sein? Das ist einfach nur lächerlich.

2015 rief die russische Regierung im Zuge des Aufbaus der Eurasischen Union eine eigene Eurasische Bewegung der Russischen Föderation ins Leben. Auch wenn bei dieser Organisation der „loyalen“ Zivilgesellschaft verschiedene Gremien der Eurasischen Union als institutionelle Partner fungieren, so handelt es sich dabei doch ganz offenkundig in erster Linie um ein Konkurrenzprojekt zu Dugins IEB. (aus obigem Paper von K. Bluhm)

Hier ein Bericht zur Gründungsversammlung – auch von Kofner selbst. Wo ist hier Regierungsbeteiligung zu erkennen?

Warum Katharina Bluhm da so danebengreift, ist noch nicht klar.

Der zweite Verein von Kofner ist eben dieser „Think Tank“ in München /Moskau, ZKZ oder Center for Continental Cooperation. Hier sind seine Mitstreiter Pfennig aka Nase, Poppel (Suworow), sogar Bausmann (Russian Insider) und Zinoveva (die wir von Rothfuß/Schattauers Friedensfahrt kennen). Außerdem Klimaitis, den Patrick Gensing genauer unter die Lupe genommen hat.

Auch dass sich Kofner von Dugin abgrenzen würde, ist einem einzigen seiner Dokumente entnommen. Aber selbst dort grenzt er sich keineswegs ab, Dugins 4. Theorie benutzt er ständig; er legt nur einen etwas anderen Schwerpunkt, weg von Liberalismus als Quelle des Bösen hin zu Postmodernismus (der Unterschied in der Auswirkung ist sicher marginal und gewiss keine „Abgrenzung“).

Kofner und Bausman und Zinovieva

Charles Bausman wird „Experte“ in Kofners Sandkasten „Center for Continental Cooperation“!

Da musste ich schon lachen. Wie sich die Fäden verweben…Charles Bausman ist „Russia Insider“, ein direktes Kreml-Blog (Novorossiya) mit Beziehungen zu Propagandaschau und DWN, ständig in Geldnöten.

Die zwei haben sich auf der letzten Elsässer-Compact-Konferenz kennengelernt (s. teaser-Foto). Kofner ist ja Redakteur bei Eurasien-Elsässer und seinem Compact. Elsässer, der schon 2009 als Eurasianist hervorgetreten ist…

Eine weitere „Koryphäe hat er sich noch angelacht in seinen Expertenclub: Olga Zinovyeva, Ko-Präsidentin der unscheinbaren Russisch-Deutschen Freundschaftsgesellschaft. Woher kennen wir die? Genau, sie war die höchste Fragestellerin auf der TASS-Pressekonferenz unserer lieben Friedensfahrer Rothfuß und Schattauer!

Es dürfte dann also nicht lange dauern, bis auch Rothfuß als „Experte“ dabei ist – würde sich schon gut machen, so ein echter deutscher Professor!

 

 

 

 

 

AfD und Identitäre D

weil doch Patrick Gensing sich über den Verfassungsschutz aufregt, der eine Verbindung zwischen Identitären in D und AfD nicht sehen will

Was weiß die Bundesregierung über mögliche Beziehungen zwischen der „Identitären Bewegung“ und der AfD oder ihrer Jugendorganisation, der Jungen Alternative (JA)? „Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor“, antwortet das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion. Offenbar ist es dem Innenministerium – bzw. dem „Frühwarnsystem“ Verfassungsschutz – noch nicht einmal möglich, zu googlen.

– Jurij Kofner, den wir und auch Gensing schon gut bearbeitet haben, tut das sehr wohl:

Dieser Artikel kann als unser Aufruf an die Alternative für Deutschland AfD und die Identitäre Bewegung – Deutschland verstanden werden.

So lange Deutschland und Europa von den USA besetzt sind, so lange wird der ‪#‎GrosseAustausch‬ weiter gehen.

kofner-wirre-

(Jurij Kofner FB, 20. Juli 2016, 16:25. Es geht da um DieFlüchtlinge, die uns hier den Terror bringen würden – „forcierte “illegalen Masseneinwanderung” auf Anordnung der deutschen Bundesregierung“)

Übrigens ist Jurij Kofner auf FB auch mit Markus Frohnmaier, der „für alles mit Russland in der AfD“ steht, befreundet… und mit der Katasonova, aber das erstaunt ja nicht.

Wir halten Kofner aber eher für einen Hochstapler.

Kofner „der Eurasische Mavrodi“ und Gumilov

Mavrodi ist das Synonym für Betrüger…

Es gibt da ja viele Vereine, die nach vorne kommen wollen. Jurij Kofner, der mit den Identitären in München so schön zusammenarbeitet, versucht es mit seiner Eurasischen Jugendbewegung, am MGIMO und so.

Da gibt es aber schon sehr viel länger Dugins Eurasische Jugendunion, Junge, die kannste doch net einfach ignorieren. Und das Gumilov-Zentrum meint gar, er sei ein Fähnchen im Wind…

Приехав в Россию 4 года назад и поступив в МГИМО, Юрий не без помощи, как это водится старших родственников, начал свою политическую карьеру, организовав кружок «Молодая Евразия». К кружку привлекались студенты, которым щедро обещали гранты и стипендии на научную деятельность. На самом деле цель, как и обычно в подобных pr-проектах, была не нова – реклама персоны председателя.

Er kam vor 4 Jahren nach Moskau [geboren und aufgewachsen in München], schrieb sich an der MGIMO ein, mithilfe seiner älteren Verwandten, wie das so üblich ist, und gründete den Kreis „Junges Eurasien“. Da er keine Anhänger hatte, versprach er den Studierenden Stipendien. Das eigentliche Ziel dieser Aktivitäten ist, seine Person zu promoten. Er kann noch nicht mal gut russisch, nach all den Jahren…

Soweit das Gumilov-Institut, also auch ein Eurasien-Club. Gumilov war ein früher Eurasien-Apologet.

Kofner seinerseits stellt einen Artikel auf seine Site, wo Putin Gumilov und seinen Begriff „passionarnost“ erwähnt. Da sind die Anfänge – oder Hinweise – darauf, dass diese Kreise und das Eurasische Gedankengut durchaus bei Putin Eingang findet!

Putin’s passing mention of the late Russian historian Lev Gumilev and this odd word passionarnost meant little to the uninitiated; but to those familiar with the conservative theories of nationalism that have made dramatic inroads into Russian politics since the end of the cold war, it indicated a lot. It was a classic Kremlin signal, what is known in US politics as a “dog whistle”, used to communicate to certain groups a message that only they could hear. It was a way of announcing in deniable terms what Putin probably could not say outright — that certain circles within the state enjoyed his understanding and support.