Kofner und Glazyev auf dem SPIEF

Juri Kofner hat auf dem SPIEF versucht, möglichst vielen möglichst prominenten Leuten die Hand zu schütteln – in Politikermanier mit „laufender Kamera“. Dann wird wieder in prominenten Medien berichtet, welche einflussreichen Leute der Hochstapler kennt (wie zuletzt Patrick Gensing auf tagesschau („Kofners Fotos mit diversen Persönlichkeiten und die auf der Homepage des ZKZ aufgeführten Partnerschaften legen nahe, dass er gut in die außenpolitische Elite Russlands vernetzt sei. Doch wie relevant er dort wirklich ist, bleibt unklar.“)

Auf dem Petersburger Wirtschaftsforum haben sich ja eine Menge Leute getummelt – neben den nützlichen Idioten Schröder, Gabriel und Seehofer aber auch Sergey Glaziev, dem Kofner auch die Hand gibt.

Wer war nochmal Sergey Glazyev/ Glasjew? Isborsk-Klub, Mitgründer der rechtsextremen „Rodina“ (Katasonova), Mitgründer der Partiya Novorossiya (zus. mit Dugin)

Hier und hier haben wir schon über diesen Putinschen Multidrahtzieher und langjährigen Freund LaRouches berichtet. Auch öfter über seine Überschätzung (zB als „Gumilev“).

die 100 schlimmsten Russlandhasser

Arkadii Babchenko ist auf der Liste. Und Alfred Koch.

Babchenko hatte sich unpatriotisch zum Flugzeugabsturz geäußert: Er habe kein Mitgefühl, wenn 80 Soldaten und Propagandisten verunglückten, die sonst weiter Syrien bombardiert hätten (frei zusammengefasst), den live.ru dann zusammenschnitt (und die gefährlichsten Stellen entfernte) und veröffentlichte. Wer herausfinden will, welche Stellen das Magazin für sein Publikum für besonders gefährlich hält, kann den Textvergleich bei Babchenko heranziehen. Babchenko erwähnt auch Bozhena Rynska, welchen beiden der Duma-Abgeordnete Vitali Milonov die russische Staatsbürgerschaft aberkennen lassen will.

russische-paesse.jpg

Katasonova hat mal wieder eine Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft gestellt, gegen Rynska. Wir wissen aber noch nicht mal, was bei der letzten gegen Zubov herausgekommen ist 😉

Zurück zur Top-100-Russophobiker-Liste: veröffentlicht hat sie tsargrad.tv, Malofeevs  und Dugins Propagandaschleuder – welch letzterer neulich dort mit Alex Jones plaudern durfte (ab min 6:18)! „They discuss Donald Trump and election results“ (katehon Vorankündigung). „Alex Jones – Trumps Geheimwaffe“ (tsargrad.tv). Wir erinnern uns, Trump holt sich auch Inspirationen bei dem Infowar-Krieger Jones, einem der einflussreichsten amerikanischen Verschwörungstheoretiker. Trump ist als Thema sehr beliebt auf Dugins tsargrad.tv, 38 Fundstellen englisch seit 1. 11. 2016 und 1582 russisch seit 23.3.2016.

Путин, Трамп и Эрдоган: сделают страны снова великими (Putin, Trump und Erdogan werden das Land wieder groß machen) Dugin on tsargrad, 11.11.2016
dugin-jones-tsargrad-tv

 

Jetzt aber zur Liste der top 100 „Russophobiker“. Erst mal zur „Jury“ –

мы опрашивали читателей и собирали мнения наиболее авторитетных экспертов в различных сферах. (Wir haben Leser befragt und die Meinungen von Experten mit der höchsten Autorität auf verschiedenen Gebieten gesammelt.)

Diese „Experten“ sind (ich nenne nur die in unserem Kosmos bekannten):

  • Aleksandr Prokhanov, „Zavtra“-Gründer, Isborsk-Klub (Alexander Prochanow)
  • Andrey Fursov, Isborsk-Klub (Andrej Fursow)
  • Sergey Glazyev, Isborsk-Klub, Mitgründer der rechtsextremen „Rodina“ (Katasonova), Mitgründer der Partiya Novorossiya (zus. mit Dugin) (Sergej Glasjew)
  • Valery Korovin, Diektor des Zentrums für geopolitische Studien und in der Leitung von Dugins Eurasian Youth Union (ESM), Mitgründer der Partiya Novorossiya (zus. mit Dugin) (Waleri Korowin)
  • Yevgeny Fedorov, Dumaabgeordneter, Chef von NOD, Partei Einiges Russland; rechte Hand: Katasonova (Jewgenij Fjodorow)

Glazyev ist lange bekannt mit LaRouche; die Verbindung Trump-LaRouche ist übrigens alt, sehr alt, wie Andreas Umland berichtet, mit einer Ausgabe von EIR, LaRouches Blatt, von 1987 (als LaRouche noch antirussisch war…). Heute ist LaRouches Liebe zu Russland groß, wie wir schon mehrfach berichteten. Über diese ultralangjährigen Beziehungen – und über viele Gemeinsamkeiten der Präsidentenwahlkämpfe beider Kandidaten –  kann man auch ausführlichst hier nachlesen.

Und nun endlich die inkriminierten Personen. Außer Babchenko, Koch, Zubov (s.o.) und anderen Dissidenten sehen wir viele ukrainische Politiker, aber auch ausländische Politiker und Persönlichkeiten: unsere Angela Merkel ist dabei (das nenne ich einen Orden), Hollande, Mogherini, Martin Schulz, Hillary Clinton natürlich, Gribauskaite, Boris Johnson, Carter Ashton, Michael Fallon, Samantha Power, Garri Kasparov, natürlich George Soros, und auch unser McFaul, ehemaliger US-Botschafter in Moskau. Achja, Michail Khodorkovskiy hätte ich fast übersehen ^^

teaserfoto „Tsargrad“ – Istanbul: Von Julian NitzscheEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link

Lars und BüSo

… da stimmt was nicht. Diesen Verein kennen wir ja nun schon eine Weile; der stramm rechte (früher linke) Amerikaner LaRouche und seine Frau in Deutschland, die Neue Seidenstraße (China), Russland, Glasjew (Glasyev) und der Isborsk-Klub… und Lars hat schon im April 2014 für die geworben.

Lars postet wieder. Seit Juli. Nach langer Abstinenz.
Mit äußersten Merkwürdigkeiten; so sammelt er Geld via Papal für eine „Friedensfahrt“ („dieser Fahrer will Frieden“) durch Europa; er macht schon mal Werbung für sein Buch, das 2017 erscheinen soll (kann man gar nicht früh genug mit anfengen) – und nun die Werbung für BüSo.

Kann man eigentlich nur dahingehend interpretieren, dass Lars demnächst offen Kreml-Werbung macht. Was wir längst wissen, wird er dann offen zugeben: dass seine „Montagsmahnwachen“, just zum Beginn des Ukrainekrieges, von Anfang an ein Kreml-Manöver waren. Nach dem Motto „was schert mich mein Geschwätz von gestern“ – wie sein „oberster Dienstherr“ (Sarkasmus) Putin, der auch ganz ruhig sagen kann, dass er Militär in der Ukraine hat und den Krieg anfing, obwohl er davor alles abgestritten hat.

Lars hat sich schon im August 2014 mit einem der Oberen von RT International zum Interview getroffen: Max Keiser.

Ist Lars Mährholz schon lange ein BüSo-Protagonist?

 

Diplomatie

Vor einiger Zeit habe ich angefangen, McFaul zu beobachten, den ehemaligen US-Botschafter in Russland. Ich kann ihn immer noch nicht recht einschätzen. Er ist sehr kritisch, aber auch…

… nett zur Katasonova, die kabbeln sich, als hätten sie mal was miteinander gehabt, was ich aber nicht ernsthaft glaube 😉 McFaul ist halt ein richtiger Diplomat, und das bedeutet, er regt sich nicht auf, jedenfalls nicht so, dass andere etwas davon mitkriegen. Er bleibt sachlich. Er dankt der Katasonova sogar noch für ihre Ein-Frau_Demo für Trump!

mcfaul-katasonova-I-do-indeed

Dann kritisch:

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ob sie wohl eine Genehmigung gehabt habe?

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Für eine Ein-Person.Demo brauche man keine Genehmigung, aber alle ihre Papiere seien im Vorfeld schon überprüft worden – und nicht nur einmal.

„Hab’s kapiert. Klasse!“ sagt McFaul.

Ein Kommentator weist darauf hin, dass sonst jeder, der demonstriert, verhaftet – und möglicherweise verurteilt wird, wie zB Ildar Dadin „Drei Jahre für eine Ein-Mann-Demo“:

mcfaul-ildar-dadin

 

Die Katasonova begegnet uns ja immer wieder, deshalb interessieren wir uns für sie: Klasen via NOD, Owe Schattauer. Und jetzt auch – Glasjew (Glazyev)! Mit dem hatten wir schon zu tun, im Zusammenhang mit LaRouches.

Katasonova, die neueste Abgeordnetenkandidatin für die ultranationalistische „Rodina“ in der Staatsduma; Rodina, die Putin immer mal benutzt, um andere Parteien zu manipulieren.

Wer hat sie gegründet? Genau, Glasjew war Mitgründer, neben – Rogosin! Von Glasjew war ja kürzlich die Rede, mit seinem abgehörten Telefon, wo er den Aufstand in der Ukraine – Maidan – schüren lässt, um endlich dort einmarschieren zu können. Glasjew war früher einmal Kommunist, und stand öfter mal gegen Putin, das war aber ein ständiges Hin und Her, und zur Zeit ist er ja auch Putins Berater für die eurasische Wirtschaftsintegration – und für die Ukraine, so wie es aussieht.

Glazyev steht auf den Sanktionslisten von USA und EU und darf hier wie dort nicht einreisen, in den USA ist auch sein Vermögen eingefroren.

Und auch die Narochnitskaya (die von Elsässers Demokratischem Institut in Paris) saß 5 Jahre für die Partei „Rodina“ in der Staatsduma (ohne Parteimitglied zu sein).

Zurück zu Katasonova, Abgeordnetenkandidatin für eben diese „Rodina“.

Katasonova berichtet auf Dugins „tsar.tv“ von ihrer Demo für Trump.

„Was kann Russland von Trump erwarten?“ und nennt 7 Hoffnungen:

  1. Hoffnung auf globalen Frieden
  2. Hoffnung auf wirklichen Kampf gegen Terrorismus
  3. Hoffnung auf gerechte Strafe [für die Clinton- und Obama-Administration]
  4. Hoffnung, dass die Organisierung von Staatstreichen und Regimewechsel beendet werde
  5. Hoffnung, dass der Sport vor der Politik geschützt werde
  6. Hoffnung auf eine neue globale Idee
  7. am meisten aber die Hoffnung darauf, dass Trump im Falle seiner Wahl zum Präsidenten seinen kurs nicht ändern möge

Der arme Trump! Was von dem alles erwartet wird!

 

Was macht eigentlich Dimitrij? – Fursow, LaRouche und der Isborsk Club

Der Arme (wir sprechen von Dimitri Metzler, NOD Germania) fühlt sich verlassen. Anscheinend will die Spinner (ihn und Klasen) niemand bei НОД (weswegen sie ja auch zur Partei der Veteranen gelaufen sind, die sich den PP-Vortrag von Klasen mit seiner BRD-Besetztes-Land-Leier dann angesehen haben).

Und deshalb postet er jetzt einen Text von Andrej Fursow, den er auf seiner persönlichen NOD-Seite gepostet hatte, als Screenshot mit dem Kommentar:

Очень жаль, что НОД не хочет понять одного – проблему суверенитета России без суверенитета Германии не решить!

(So schade, dass NOD eins nicht begreifen will – dass das Problem der Souveränität Russlands nicht ohne das der Souveränität Deutschlands gelöst werden kann!)

Russland hat ein Souveränitätsproblem?? Das erste, was ich höre…

Der Andrej Fursow interessiert mich stattdessen, aber viel lässt sich aus seinem tausendmal gehörten, langatmigen Geschwurbel nicht herausholen – außer dass er auch gerne bei Helga Zepp-LaRouche auf der Seite ihres Schiller-Instituts auftaucht (außer auf sämtlichen einschlägigen Seiten wie sputnik, RT, neuepresse, NRHZ – und sogar im Forum der goldseiten 😀 )
Bei der weiteren Recherche zeigten sich dann doch noch interessante Verbindungen dieses Herrn. Also bitte um Geduld!

Kommen wir zum Schiller-Institut von Helga Zepp-LaRouche, Ehefrau des Eurasianisten Lyndon LaRouche (wir erinnern uns, 2009 in Peterburg zugeschaltet per video auf der großen Eurasien-Konferenz, auf der auch Jürgen Elsässer sprach).

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