Lars Mährholz gechipped

Oh Lars Mährholz, das bist nicht Du.

Lars Mährholz muss mal wieder was sagen, sonst platzt er… lang haben wir nichts mehr von ihm gehört, wo doch sein Auftrag eigentlich fertig ist, seit Zelinskiy noch mehr: in Deutschland eine pro-russische Stimmung in der Ukraine- und Krimfrage zu befördern.

Aber was er sagt, hat keiner erwartet: Er lobt Deutschland, er lebe gerne hier, das Gesundheitssystem sei super, er sei froh, in Deutschland leben zu dürfen – und dankt auch noch der deutschen Bundesregierung! Ist es da ein Wunder, dass ein großer Teil seiner Fans ihm nicht mehr folgen kann, wo der Zinskritiker und Antiamerikanist doch früher so drauf war:

Bild könnte enthalten: 1 Person, Hut, Text und Nahaufnahme

da ist zB Katrin McClean, langjährige Wahnmichtelin:

Bis wir auf ungewöhnlich hohe Infektionszahlen kommen, ist es noch ganz ganz weit hin. … Die Politik führt einen Psychokrieg gegen die eigene Bevölkerung

oder Carsten Halffter:

Lars, hast Du nicht mitbekommen, dass hier ein enormer Schwindel läuft, der alles aus den letzten Jahren in den Schatten stellt? Die Virussache ist reine Geostrategie – sonst nix!

Titelgeber seines neuerlichen Ergusses auf seiner FB-Seite darf kein Geringerer als Günter Grass sein: was gesagt werden muss. Ob sich Mährholz bewusst ist, ein Gedicht mit antisemitischen Konnotationen ausgewählt zu haben? Sicher, denn diesbezüglich war er schon immer offen. Und kommt aus dem rechtsextremen Spektrum, auch wenn er das immer versucht hat zu vertuschen.

 

Maurer reitet wieder

Herzlichen Glückwunsch zur Genesung, Andreas Maurer! Und das meine ich ernst.

Aber müssen Sie sich gerade mit einem äußerst rechten Freund präsentieren, der Shirinovski huldigt? Waren Sie nicht „links“? Was sagt Ihre Partei dazu?

Und zwar interviewt der bekannte völkische Aktivist Michael Friedrich Vogt den bekannten Rechtsaußen in der russ. Staatsduma Shirinovski beim bekannten Querfront-Projekt querdenken tv. Es gibt sogar einen von Rüdiger Hoffmann Klasen kommentierten Ausschnitt! Es sind einfach alle beisammen, die Reste der Wahnmachen und Querfront.

Das alles berichtet geteilt von Maurer ein gewisser Johannes Ehret aka „Visitor“, neu in meinem Universum, ein wahrhaft wahnhafter VTler, der eine Konkurrenzveranstaltung zu Rothfuß’/ Schattauers druschba-Fahrten inszenieren will und bei dem man alles findet, was in der Querfrontszene sich so tummelt. Nur mal als Beispiel: Ben Frieden aka „Frieden rockt“: ●DER GROßE CORONA-SCHWINDEL●. Manche Medien habe ich wirklich lange nicht mehr gesehen, zB DWN…

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Aber warum wählt er gerade einen englischen Namen für seine Mission?

Vor einer Woche waren sie also im Donbass. Hat Maurer nicht Einreiseverbot in die Ukraine? Aber vielleicht sieht diese das nicht mehr so eng, jetzt, wo Zelinskiy Donbass und Lugansk Selbständigkeit zugesteht.

Gempel und Shnurov

Der Volksdiplomat auf der Krim Yuri Gempel, auch für interethnische Beziehungen zuständig, zB für die deutschen Delegationen, die wir allenthalben auf der Krim sahen, schimpft über den berühmten Sänger („Leningrad“) Shnurov, der ein paar Reime auf die Krim gemacht hat inkl dass Stimmen für das Referendum gefälscht waren.

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Крым наш, теперь чего же боле. Никем не признанный, но ваш. Но вы наверно поневоле, От всех желаете оммаж Услышать. Рабское единство И строй фальшивых голосов. Что не по вашему, всё свинство, Нет у суждений полюсов. Пусть общая дороговизна, И есть свидетельства тому, Ведь не один серьёзный бизнес, Не открывается в Крыму. И санкции, они ж на людях. Всё собирается в коллаж. Въебут за слово без прелюдий. А так конечно, весь мир наш.

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(Die Krim gehört uns – das behauptet außer euch niemand…. die ganze Welt gehört uns.)

Der reichste Entertainer russlands darf sowas sagen, er hat den Status eines Hofnarren und ist auch bei den Oberen beliebt.

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Shnurov ist der Wachstumspartei in St. Petersburg beigetreten und schließt angebl. nicht aus, 2021 für die Staatsduma-Wahlen anzutreten.

Die Wachstumspartei ist sowas wie die FDP – deren Chef, Boris Titov, ist aber Beauftragter des Präsidenten für Unternehmerrechte und als solcher keine wirkliche Opposition. Er findet ja auch Putin nicht so schlimm, nicht totalitär, und die Russen hätten ja auch ein gut Teil selbst schuld.

Und heute teilt er den Bericht über den geänderten „Extremistenerlass“ Putins, der im Gesetzgebungsverfahren ist und ausländische Einflüsse, Nichtregierungsorganisationen usw als Extremisten bezeichnet, die die Jugend beeinflussten,um Russland zu destabilisieren.

7. Gegenwärtig besteht die Tendenz zur weiteren Radikalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen und zur Verschärfung des Äußeren und häusliche extremistische Bedrohungen.
Zu den externen Bedrohungen gehört die Unterstützung und Anregung destruktiver Aktivitäten durch eine Reihe von Staaten, auch durch ausländische oder internationale Nichtregierungsorganisationen, um das gesellschaftspolitische zu destabilisieren und die sozioökonomische Situation in unserem Land, die Verletzung der Einheit und der territorialen Integrität der Russischen Föderation, einschließlich des Einsatzes von Technologien und Szenarien der sogenannten „Farbrevolutionen“, der Zerstörung traditioneller russischer spiritueller und moralischer Werte sowie der Aktivitäten internationaler extremistischer und terroristischer Organisationen in insbesondere extremistische Ideologie und Radikalisierung der Bevölkerung des Landes zu verbreiten.

Reitschusters verpasste Chance

Selten lese ich einmal, was Boris Reitschuster „In 16 Jahren als Korrespondent in Moskau allergisch geworden gegen Ideologen, Sozialismus-Nostalgiker und Journalisten-Kollegen, die die Regierung loben“ auf seinem Blog ablässt. Denn nachdem ihn nach seinem Engagement bei Focus Moskau kein mehr oder weniger seriöses Medium mehr will, hat er sich eine andere Aufmerksamkeits- (und Einkommens-!)quelle erschlossen: AfD-nahe „Merkel muss weg“ Hetze, bei dem „eine Freundin aus Russland“ o.dgl. nie fehlen darf, wie auch jetzt wieder, wo er Merkels Supermarkteinkauf für sein Narrativ auszuschlachten sucht: Merkel ist links und muss weg, denn links ist DDR resp. SSSR.

Anfängt sein Post mit 16 Jahre Moskau Wiederholung, Fotos von Merkel mit Einkaufswagen als „Heiligen-Bildchen“ oder „Ikone“, „Nordkoreas Kim Jong Un“ darf nicht fehlen; später begegnet uns dann noch Stalin – oder war’s Lenin?

Für Reitschuster muss alles in sein Konzept passen, und das heißt auch:  Lückenpresse. Den Begriff verwendet er gleich zweimal – achnein, das zweite Mal ist ja nur die Wiederholung eines ganzen Absatzes – natürlich ohne ihn direkt den Medien zuzuschreiben, das können wir subtiler!

Dabei entgeht ihm die wahre Peinlichkeit („Bauchklatscher“ B.R.) der Inszenierung – denn eine solche ist es offensichtlich, da hat er völlig recht, und auch einige seiner Indizien sind schlüssig.

Peinlich und wahrhaft erschütternd ist, dass die Bundeskanzlerin in einer der schwierigsten Zeiten, oder sogar der schwierigsten Zeit seit dem 2. Weltkrieg, wie sie selbst sagt, sich für Produktwerbung hergibt! Herr Reitschuster, dass Sie nicht recherchieren oder nicht recherchieren können, haben Sie damit belegt, dass sie die weinflaschen nciht zuordnen konnten; es steht sogar bei rtl, welcher Wein das ist, und dann wüssten Sie auch, dass die “ von außen so aussehen, als seien sie bereits geöffnet (über sachdienliche Hinweise freue ich mich)“ (zu faul zum selbst Nachforschen). Auch ein weiteres Produkt wird namentlich genannt bei rtl sowie der Markt, in dem sie angeblich einkauft, namentlich und mit claim vorgestellt. Dass Merkel 4 Flaschen guten Weins und 2 Großflaschen Duschgel einkauft, außer einigen weiteren lieblos in den Wagen geworfenen Produkten, ist schon irgendwie komisch ausgedacht vom Product Placement Manager.

3 Tage nach ihrer eindringlichen Ansprache und im gleichen staatstragenden Kostüm mit gleicher Kette geht Merkel nicht, wie andere Bürger:innen auch, selbst im Supermarkt einkaufen, sondern macht product placement – und Sie, Herr Reitschuster, haben es nicht gemerkt?

Damit hätten Sie wahrlich punkten können! Es ging da nicht um Staatspropaganda eines autoritären Herrschers/ einer Herrscherin.

Aber Sie sind zu verblendet von Ihrer Ideologie, die Sie in 16 Jahren Morkau nicht verloren haben.

*** Update ***

Man lernt immer noch dazu. Wenn du dachtest, Linke freuten sich, Merkel des Hardcore-Kapitalismus überführt zu sehen, hast du dich aber sowas von getäuscht. Neinein, auf einmal sind BILD, rtl und vor allem Merkel heilig! wo sie sonst hinter jedem Stein ökonomische Interessen wittern.

Das zeigt nur, dass solche „Linke“ nicht selber denken, sondern ideologie-verblendet sind.

***

Hunko, DGB und Antiamerikanismus

mehr braucht man dazu eigentlich nciht zu sagen. Querfront ist ja meist einfach plumper Antiamerikanismus. Und da sind dann alle gut, die gegen die pöhsen Amis sind.

Woher aber kommt dieser Antiamerikanismus?

Zum einen natürlich auf der russischen Propaganda, nicht nur aus der Zeit des Kalten Krieges.

Zum anderen kann vielleicht aber auch der in den Weltkriegsniederlagen und der Besatzungszeit wurzelnde Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem „großen Bruder“ endlich abgeschüttelt werden.

Und die alte romantische kulturelle Überlegenheit über das materialistische Amerika kommt noch dazu. Eine Sehnsucht nach irgendeiner „Ursprünglichkeit“, vormodern und antizivilisatorisch.

Wie bei allen Projektionen kann damit von eigenen Schwächen, Fehlern und Ohnmachtsgefühlen abgelenkt werden.

Bei den Linken ist es natürlich auch ein antikapitalistischer Reflex, und Amerika wird zum Sinnbild von Geld und Recht des Stärkeren.

Hunko und Lindemann via Weber

Sieh mal an, Hunko fährt nach Norwegen!

„Krim i et geopolitisk perspektiv“

„Crimea in a geopolitical perspective“

27. mars 2020 kl. 17.30 bis 21.15 Uhr Litteraturhuset i Oslo sal: Amalie Skram

Våre foredragsholdere


Andrej Hunko
Member of the German parliament
(Bundestag) / Party: Die Linke

„How can the Crimean question be resolved peacefully and sustainably?“

Veranstalter ist die „Volksdiplomatie Norwegen“ in Gestalt von Maurers Freund Hendrik Weber. Sicher bekommen sie wieder Gelder vom russischen Staat .

Diese beiden sind offiziell links, wie auch Andrej Hunko, Freund der rechten Terroristen im Donbass (2014 hat er noch einen kritischen Brief an Zakharchenko geschrieben), aber Gunnar Lindemann ist gewiss nicht links, auch inoffiziell nicht, er ist stramm rechtsaußen in seine AfD.

Und hier sitzt er, zusammen mit Parteikollege Gretzinger, neben Hendrik Weber, wo er eine Medaille „Für den Beitrag zur Entwicklung der internationalen Beziehungen“ des „Außenministeriums der DVR“ bekommt. Weber nur ne doofe Urkunde.

weber-lindemann-donetsk

Auf dieser Konfrenz nimmt auch ein Atle Berge teil, Industrieller mit einer Betonfirma in Murmansk, wo er vom Arktik-Geschäft profitieren will. Er und einer seiner Mitarbeiter wurden 2016 vom norwegischen Geheimdienst in Russland kontaktiert, der FSB („mit ziemlich gutem Überblick darüber, was auf der norwegischen Seite der norwegisch-russischen Grenze geschieht“) hat es spitzgekriegt, die beiden nett verhört und dann für 10 Jahre aus Russland verbannt. Berge hat dann den norwegischen Staat verklagt, dadurch Geschäfte im Wert von Milliarden von Kronen verloren zu haben. Norwegen sagt, von norwegischer Seite waren das keine Rekrutierungsversuche, sondern Sicherheitsinterviews.

Der norwegische Staat hat den Prozess gewonnen.

Qualifiziert das den Unternehmer jetzt für einen Vortrag bei der Konferenz? Ja, natürlich, er spricht über die Sanktionen 😉

Und nur, werden die, die das immer sagen, jetzt wieder bemerken, also nur weil Weber mal neben Lindemann saß und Veranstalter der Konferenz ist, zu der Hunko fährt, hat doch Hunko noch lange keine Gemeinsamkeiten mit Rechtsextremen! Auch Zakharchenko zählt doch nicht ^^

Eurasia und Kofner

Ja, was jetzt, lieber Yuri, ist Eurasianismus wichtig oder nicht?

First of all, most Western analysts overestimate the influence that Eurasianism allegedly has on Russian president Vladimir Putin, on Moscow’s foreign policy and on its involvement behind the EAEU. Secondly, both intentionally and unintentionally Eurasianism has often received negative reviews by Western scholars and reporters, who draw similarities with European right-wing ideologies such as Italian fascism. Thirdly, this distorted view fits perfectly into the construed narrative of “a neo-imperialist Russian hegemon that coerces its neighbors and collaborates with European populist nationalists in order to build its own post-Soviet empire and undermine Western liberal order”.

Together, these arguments have become part of the overall agenda to discredit the Eurasian Economic Union as a liberal integration project and to dissuade European leaders from contemplating cooperation with it in form of a common economic space “from Lisbon to Vladivostok”.

schreibt Kofner bei Ralf Ostners Global Review. Ralf Ostner ist auch Kollege beim RIAC.

Also gut zusammengefasst, was EAEU und die anderen eurasischen Konzepte sind.

Eurasianismus kann es nicht sein, denn der ist nur eine Zuschreibung durch den Westen, um Russland schlecht aussehen zu lassen.

Trotzdem promotet man Eurasien mit einem Themenzug „ЕАЭС“ in der Moskauer Metro zur Feier des 5jährigen Jubiläums der Eurasischen Wirtschaftsunion EAEU/ EEU.