mehr Koblenz und Hörstel

also hier haben sich Reste der Friedenswichtel verkrochen (huhu, Sabiene!). Wir warten noch, dass sich Lars Mährholz zeigt – aber nein, das ist ja die Berliner Sektion. Wobei, Oleg Muzika („Odessa“-Aktivist) ist auch Berlin. Der will übrigens den Beginn des 2. Weltkrieg am 22. Juni 1941 feiern, der Überfall auf die Sowjetunion. Die Sowjetunion hat den Kriegsbeginn mit diesem Datum definiert. Und mit Sabiene Jahn befreundet. Und Schattauer steht fröhlich neben Lars Mährholz. Der macht aus seiner Nähe zur russ. Regierung kein Hehl mehr.

und alles natürlich mit Russland. Da finden wir die Nachtwölfe, via einer Danksagung der „Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.“ (hier wäre die Nutzung des Kontos für Spenden von Druschba allerdings wesentlich besser untergebracht als bei den Mehrgenerationenhäusern ohne WIFI). Die Most Myra hat als Partner übrigens u.a. Prokhanovs ultrarechte Zeitung „Zavtra“. Die Danksagung wird auch von Owe Schattauer geteilt.

Zurück zu Sabiene. Und Hörstel. Der lebt ja angeblich von Hartz IV, weil er mit seiner Meinung anecke… Deshalb ein Spendenaufruf (6. April)! Und zwar fühlt sich Herr Hörstel vom Mossad verfolgt. 5 Euro pro Leser reichen!“ Leser von was?? von de Post Das sind 44. also 220 Euro. Das reicht für was? Sicherheit vor dem Mossad??

hoerstel-spendenaufruf.jpg

„Apartheid- und Schurkenstaat Israel“ – kein Antisemitismus? Achso, nein, klar, das ist Israelkritik! (Das Foto hat er von dem Fall der Ermordung von Hamas-Anführer Mahmud al-Mabhuh, wahrscheinlich durch den Mossad, genommen.) Infos zu Hörstel >>

Der Mann hat ungefähr die psychische Statur eines Entenkönigs. Wer kann die ernst nehmen?

Und hier noch ein Schmankerl von Sabiene Jahn, natürlich, wikipedia ist fake, auch Unis akzeptieren sie nicht als Zitierquelle:

Die Protagonisten der Friedensbewegung und viele progressive Politiker oder Denker übrigens werden und wurden in der Wikipedia übel denunziert. Es existiert dann auch noch ein weiteres „Nachschlagwerk“ für linksextreme Denker, dass sich Psiram nennt, wenn auf Wikipedia nicht vollends der diffamierende Kontext abgebildet werden konnte. Bin weg…

Leider war sie dann aber nicht weg ^^

Druschba, Hörstel und Koblenz

Soll man sich jetzt darüber freuen?

Die Reste der Wahnmichel heben nochmal die Köpfe.

Sabiene Jahn, „Koblenz im Dialog“, hat meine („Antifant einer Haterseite“, „Anarchist“) Einlassungen zu Rezo bei Böhmermann schon „rezensiert“ (auf ihrer FB-Seite, heute *sie hat’s wieder gelöscht, war wohl doch _zu peinlich*). Ich hätte nix gemerkt, wenn nicht Friedensdemo-Watch zur nächsten Veranstaltung dieses stramm rechten Vereins gepostet hätte und Sabiene Jahn mir schon aufgefallen ist im Zusammenhang mit Druschba.

So richtig verstanden hat sie den Artikel aber nicht. Intellektuell wohl zu hoch.

Dann erzählt der Anonyme, dass Rezo wohl einen Auftraggeber verloren hätte, weil ihm die Message nicht gefiel. Das verwundert den anonymen Schreiber. Trotzdem ist die Erkenntnis, „Wessen Brot ich ess…“ für einen Anarchisten dann aber doch sehr konservativ.

Hier kann man gut sehen, wie solche Leute funktionieren. wie sie Dinge missverstehen und verdrehen. Differenzierte Sichtweisen gehen nicht in ihren Kopf. Es muss schwarz-weiß sein. Ironie wird nicht verstanden („ER NIMMT IHN IN SCHUTZ“ bezieht sich wohl auf mein „macht nix, Junge, Ströer behält dich ja.“).

Und Rezo vereinnahmt sie auch noch gleich („hier hat jemand etwas in Bewegung gebracht, was nicht so einfach aufzuhalten ist. Und das finde ich wirklich bemerkenswert.“). Ich glaube, sie ordnet Rezo gleich bei sich und ihren Friedensmicheln ein („und nu kommt die Opposition der Friedensmahnwachen mit den Erkenntnissen der einst Bekämpften selbst so richtig in die Bredouille“).

So richtig verstehen selbst ihre Follower sie nicht. 2 likes, nur 10 haben meinen Artikel geklickt (bei ihr verlinkt).

Jetzt aber zu Druschba. Druschba war auch schon bei Sabiene Jahn in Koblenz. Sabiene hat Sergej Filbert, einem Haupt-Friedensfahrer, einen Preis verliehen. Da durfte Schattauer eine Rede halten.

Druschba bittet um Spenden, und zwar über einen erzkonservativen Verein („Förderverein für Mensch und Umwelt e. V.“), der eine Mehrgenerationensiedlung plant („nicht mehr als 2 Erwachsene einer Generation in einem Haus“, „Drahtlose Kommunikation ist in der Siedlung nicht erwünscht.“; die dargestellten Hausbeispiele traditionelle Satteldachhäuser).

Zus nächsten Koblenzer Veranstaltung kommt Christoph Hörstel („Regierungsberater“) ins Spiel.

Der war auch bei dem Termin mit Putin, bei dem auch Andreas Maurer war. Aber sie hatten nichts miteinander zu tun – damals. Putin hat offensichtlich seine Gesprächspartner alle dorthin bestellt, um sie schneller abfertigen zu können (Ironie!). Doch jetzt stößt Hörstel wirklich zu den Friedens“freunden“(hier >> gute Infos zu dem Typ).

Nebenbei: was Maurer heute macht, ist nicht bekannt.

Rezo

passt zwar eigentlich nicht hierher, aber wo die Friedenswichtel so spärlich werden, sei’s gestattet.

Böhmermann talkt mit Rezo. Er wolle ihn grillen, heißt es im Vorfeld. Aber es wird eher eine Promotion. Für beide – Rezo sowie Böhmermanns Magazin Royale (4,3 % Quote bei den 19-49jährigen).

Finden nicht alle so gut:

Da war der Beitrag mit der Homöopathie um Längen stärker!

Warum greift Böhmermann das Thema „Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing“ nicht auf? Einige haben damit übertrieben – Roderich Kiesewetter mit seinem link auf ein Rezo-Zerstörungs-Video, ohne die Quelle zu checken, weswegen Rezo die Anschuldigung, dass er „irgendwas für einen Werbekonzern tue“ und „Wahlwerbung mache“ jetzt als „rechte Verschwörungstheorie“ bezeichnen darf. Das gleiche mit Jasper von Altenbockum.

Das muss ja keine direkte Bezahlung oder Auftrag gewesen sein. Aber dass man einen Auftrag verliert, wenn dem Auftraggeber die Haltung nicht passt, erwähnt Rezo selbst beim Talk mit Böhmermann. Einen großen Auftrag habe er verloren.

macht nix, Junge, Ströer behält dich ja.

Untersucht eigentlich niemand t-online, das „News“-Portal von Ströer?

Ströer kennen wir von den großen Werbetafeln, klassische Analogwerbung. Aber Ströer ist weitaus mehr. Konzentrieren wir uns auf das Webportal t-online.

Die Website t-online gehört nicht mehr der der Telekom, auch wenn grafische Elemente benutzt werden (magenta-Farbe). Sie wurde 2015 an Ströer Media verkauft und 2016 Teil der Ströer Digital Publishing Group oder neuerdings der Interactive Media CCSP GmbH. Zu dieser gehört zB auch die OMS, ein „Verbund von lokalen und regionalen Zeitungsverlagen, die sich zur nationalen Vermarktung ihrer Digitalangebote zusammengeschlossen haben.Gesellschafter der OMS sind 33 deutsche Zeitungsverlage und Verlagsgrupppen unterschiedlichster Größenordnung.“ Ströer deckt klassische und neue Verbreitungswege ab. Als crossmedialer Vermarkter sind sie in Deutschland führend.

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„Für umfeldorientierte Werbung stellt der Premium-Vermarkter „InteractiveMedia CCSP GmbH“ (Ströer) seinen Kunden – mit t-online.de, gutefrage.net [heute in Selbstvermarktung bei Holtzbrinck] und weiteren Premium-Digitalangeboten – ein einzigartiges Vermarktungsportfolio an renommierten Medienmarken und Apps sowie thematisch orientierte Verticals zur Verfügung.“

Was hat nun t-online mit Rezo zu tun?

T-online hat Rezos „Zerstörungsvideo“ massiv promotet. Sehen wir uns die übrigen Inhalte dieser Plattform an. Ich habe sie selbst vor einiger Zeit abonniert, weil die Inhalte für mich interessant sind. Könnte es sein, dass das ein Meinungsprotal ist wie andere auch? Von FAZ kennt man die Ausrichtung, von taz usw – aber von t-online?

Sehen wir uns deren instagram-account an. Tiere, Plastiktüten, LGBT, gegen Özil-Erdogan, Klimawandel, Wildbienen, und ein paar reißerische Themen. Also eine starke Ausrichtung nach grün.

Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing.

Jede/r weiß, wie schnell man Unterstützung des Geldgebers verliert, wenn man nicht dessen Meinung ist – öffentlich.

Solange Ströer schweigt, fantasiert man: „Ich will ein Video für die Grünen machen – habt ihr da was dagegen?“ „Nein, wir helfen dir! Bei der Recherche, bei der Vermarktung“ …

Die Zusammenarbeit mit Ströer / Tube One hat der Rezo ganz bestimmt nicht riskiert. Dafür kann er seine Poasition als Kämpfer für das Gute mit der Ablehnung durch einen anderen Kunden, die er im Böhmermann-Auftritt nennt, sehr gut unterfüttern (#Märtyrer).