Andreas Maurer zeigt sich mit Zak Novak

mich schüttelt es.

Tobias Pfennig aka Nase ist ganz neidisch, dass Maurer Zak Novak aka Zack Novkovic, treffen durfte, dermals auf serbischer Seite Kämpfer schon in Bosnien, heute im Donbass, „Kriegskorrespondent und Journalist“ (Selbstbezeichnung), US-Bürger, der schon mal eine Kulturveranstaltung in der Bibliothek von Donetsk organisiert, aber immer noch kein Russisch kann, und über den wir schon gestolpert sind. NFast schon ekliger als Maurer bei Zakhartshenko zu sehen, wo er am Montag war:

zakhartshenko-maurer-weber.jpg

In einem „Staaten-„Gebilde, das die Zeugen Jehovas, den IS und den Rat der Tataren in einen – extremistischen, terroristischen – Topf wirft.

Das ist Zak Novak:

Es gibt ein serbisches Sprichwort: Mit den Russen sind wir 300 Millionen – ohne ein halber Lastwagen voll.“ Zak hat seinerzeit gegen Albaner und Kroaten gekämpft und heute gegen Ukrainer in Novorossiya.

Gegen Ukrainer? Also wer lebt dann dort?

Zurück zu Maurer: nach der Gründung des Forums der Freunde der Krim will man jetzt Repräsentationen der „DNR“ in Deutschland und Norwegen eröffnen.

sammen med noen andre…

Big opportunities in Crimea for businesses

Der „jemand andere“ ist Andreas Maurer, in Vorbereitung seiner 7. oder 8. Ostukrainereise, und der eine Hendrik Weber, Folkediplomati Norge“, mit dem sich Maurer schon letztes Jahr auf der Krim getroffen hat – Projekt „Freunde der Krim“, und vorletztes Jahr waren sie auch schon zusammen auf der Krim.

Ich bin kein Freund der AFD, aber meinen Respekt bekommen sie, weil sie trotz Drohungen auf die Krim gereist sind. (Hendrik Weber)

auf Facebook Weber Rosenlund. Die beiden „Volksdiplomaten“ passen gut und nicht gut zusammen – ist doch der hHendrik eher rechts, wenn man seine Wall betrachtet, und der Maurer will ja links sein. Weber spricht akzentfrei Deutsch und wiederkäut auch 100% das bekannte Kremlgeschwätz deutscher VTler.

Krimtataren leben wie bei uns in Europa

und

Russland hat Finnmark befreit

(das war die Sowjetunion, und in der Tat haben sie Norwegen von den Nazis befreit – aber ob das schon reicht?)

Frank Gottschlich kommentiert bei Weber – Querfront pur. Herr Weber findet die norwegische online-Zeitung „Nytid“ gut, weil sie schreibt, was sonst verschwiegen wird – kennen wir alles. Z.B. einen Reisebericht, den eine Teilnehmerin seiner Delegation im Oktober auf die Krim geschrieben hat. Das sehen wir viele Hammer und Sichel, Stalin-Lenin, „Novorossiya – my s toboy“ usw. Man arveitet gut mit der russ. Botschaft in Norwegen zusammen, die diesen hübschen Reisebericht auf ihrer FB-Wall präsentiert. Hier sieht man, wie die armen Krimtataren in Wirklichkeit leben:

krim-maurer-weber-tataren.jpg

Achso, fast hätt ich vergessen es zu erwähnen: der Mann hat auch ne Baufirma. Wie der östrreichische Kumpel Maurers. Es geht ja auch in Wirklichkeit um Investitionen. Sputnik verrät’s:

According to the head of the Crimean German National and Cultural Autonomy, a delegation of Norwegian business owners from companies specializing in infrastructure projects will arrive in Crimea in October.

The delegation comprises mainly businesspeople. These are heads of the companies which are engaged in construction of roads and bridges, as well as their maintenance, and construction of residential buildings,“ Gempel said.

und ein Hinweis dort auf einen anderen sputnik-Artikel:

Turkish Businesses Eye Big Opportunities in Crimea

 

Maurer lechts

Der neue Heimatminister, der gefällt Maurer! Sein Bild  erinnert Maurer an die Bilder, die er von deutschen Traditionsdarstellern aus seiner Heimat Kasachstan hat. Lederhosen und Gamsbart-Hut. Und Seehofer ist ja auch kein bisschen rechts…

Dass Maurer wieder auf die Krim fährt – und übrigens auch in den Donbass! – ist ja nun hinreichend bekannt. Hat er letztes Jahr schon angekündigt. Dass er sich offiziell vehement von Rechten abgrenzt, zB von der AfD-Delegation auf die Krim neulich, auch. Inoffiziell sind seine nicht vorhandenen Berührungsängste jedoch hinreichend dokumentiert (Stephan Steins, Dugazaev und Delimkhanov, Nachtwölfe, Putin, Diktatoren-Fan Tobias Pfennig aka Nase, usw).

Seine nächste Fahrt auf die Krim, zum IV. Internationalen Yalta-Wirtschafts-Forum im April, wo es um Investitionen auf der Krim geht, wird vom rechten Donbass-Kanal NewsFront promotet. Dort finden wir auch Aussagen zu Sahra Wagenknecht – die natürlich bei russischen Propagandisten beliebt ist und als Verfechterin eines eurasischen Wirtschaftsraumes dargestellt wird – und dass es zwei Parteien im Bundestag gebe, die geschlossen gegen die Sanktionen gegen Russland seien. Die wirtschafliche Zukunft Deutschlands sei nicht die USA, sondern Europa – mit Russland als Teil von Europa. Mit einem Schwellenland als Ersatz für die größte entwickelte Wirtschaftsmacht? Der Außenhandel der RF ist weniger als 1/10 von dem der USA…

Und natürlich geht es auch darum, dass Deutschland ja im Grunde noch von Amerika besetzt sein, denn alle Soldaten der übrigen Siegerländer seien abgezogen, nur die Amis nicht, und außerdem, Ramstein… das übliche. Bis zum Reichsbürger hat er es aber (noch?) nicht geschafft; die Verträge zweifelt er jedenfalls nicht an.

Und immer wieder: „Reisen Sie auf die Krim, sehen Sie selbst, wie toll dort alles ist!“
Ein differenzierteres Bild entwirft Thomas Franke beim Deutschlandfunk, der DF, der durch Anti-Putin-Populismus noch nicht hervorgetreten ist; oder differenzierte Artikel bei den Ukraine-Nachrichten: es gibt Plus und Minus.