Frieden und Diplomatie mit dem IS – dfg-vk

„Islamischer Staat – Vernichten oder diplomatisch anerkennen?“

Thomas Carl Schwoerer (bis 2015 Chef und Eigner des campus Verlag) ist Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (dfg-vk). Die dfg-vk tut sich schon seit den Ostermärschen hervor mit einseitigen Abrüstungsvorschlägen und „Frieden mit Russland“. Die Sektion Berlin-Brandenburg wollte 2014 mit attac zusammen die „Informationsveranstaltung“ „Ukraine nach der Wahl“ mit dem ukrainischen Borotba-Aktivisten Sergej Kirichuk durchführen.

Friedensdemowatch zu Borotba:

Diese vermeintlich authentisch-linke, tatsächlich aber äußerst dubiose Organisation wird seit Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts von Teilen der (Alt-)Linken als eine Art Kronzeuge gegen den Euromaidan und die neue Regierung herumgereicht. Tatsächlich vertritt sie aber auch offen russisch-nationalistische und militaristische Positionen und hat offenbar wenig Berührungsängste mit Rechtsradikalen.

Kirichuk ist ein echter Querfrontler, der versucht, rechte Publizisten (Byshok, Kochetkov) an linke Zeitungen zu vermitteln. Ein Nationalbolschewik eben. Es gab damals einen mittelgroßen Skandal, und zumindest die Lesung wurde abgesagt.

Thomas Carl Schwörer, der Bundessprecher dieses Haufens, darf in der Zeit (2016) schreiben (wo man immer häufiger putin-affine Artikel liest), dass man mit DAESH verhandeln müsse. Vollendet naiv ist seine Sicht: er vergleicht DAESH mit IRA und PLO. Hat er noch nie etwas davon gehört, wie Menschen im sog. Islamischen Staat leben müssen? Und das – will er legalisieren?? Bei der Veranstaltung 2015 mit obigem Titel bringt es ein Mann aus dem Publikum auf den Punkt:

In Gesprächen würden sich die Terroristen dann schon wandeln.

Und auch heute, 2017, wirbt die „Friedensbewegung“, zu der die dfg-vk gehört, für den Ostermarsch weiter mit:

Es muss mit allen Konfliktparteien, auch dem IS verhandelt werden. Die Waffen nieder und miteinander sprechen ist das Gebot der Stunde.

Über die Ostermärsche und ihre Geschichte haben wir auch schon mal geschrieben: „Von Ostermarsch über Beuys zu LaRouche und zurück zur CND“.

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Igor

Es geht weiter mit dem Artikel von Moritz Gathmann und Maxim Kireev in Niggemeiers Übermedien. Insbesondere Gathmann stellt sich stets als seriös recherchierender, neutraler Journalist dar. Und das eher als Kreml-Kritiker. Mehr oder weniger subtil bringt er dann aber seine Meinung unter die Leute. Und die ist offensichtlich pro-Kreml.

Beispiel: Russische Propaganda im Westen leugnet er nicht – aber er hält sie für „Viel Lärm um nichts“, untermauert mit den Aussagen seiner Interview-Partner: „Ihr realer Einfluss auf wichtige Vorgänge in Land und Gesellschaft ist marginal.“ Das sagt der litauische Journalist Vytautas Bruveris, und der russische „Fake-Spezialist“ Alexej Kowaljow wiederholt es. Wie wäre es dagegen mit einer Aussage von Schoygu: „Russland hat eine neue Gattung in seinem Militär geschaffen: Die „Streitkräfte für Informations-Operationen“, also eine Cyber-Truppe. Sie sei „viel effektiver und stärker als alles, was wir früher in dieser Richtung geschaffen haben“, so Verteidigungsminister Sergej Schojgu vor der Duma: „Propaganda muss klug, felherfrei und effektiv sein.““ (bei Boris Reitschuster)

 

Auch der Artikel zum ZDF-zoom-Beitrag „Putins Kalter Krieg“ ist äußerst tendenziös, im Gewande seriöser Recherche. Ich selbst bin Blogger und kein Journalist, und offensichtlich ist mein Blog polemisch und einseitig. Das liegt in seinem Wesen.
Aber Gathmann und Kireev wollen seriösen Journalismus abliefern. Das tun sie nicht. Sie wollen den Inhalt dieses Putin entlarvenden Beitrags diskreditieren.

Ob sie den Teil mit der Enthüllung der Identität „Igors“ von Sergey Kanev (Sergej Kanjew) übernommen haben oder nicht, kann ich nicht eindeutig klären. Dafür spricht außer den in meinem letzten Artikel genannten Hinweisen, dass Kanev bestätigt, mit Gathmann gesprochen zu haben und ihm den Kontakt zu Samarskiys Sohn vermittelt zu haben. Inwieweit Kanev selbst vertrauenswürdig ist, der nach eigenen Angaben seit 2010 zu Samarskiy recherchiert (und ihn deswegen auch erkennen konnte), bleibt dahingestellt. Keinen guten Eindruck macht jedenfalls, dass Kanev behauptet, Koch habe auf seine Anfrage, wo der Film gedreht worden sei und wie er mit dem unsichtbaren Tschekisten in Kontakt gekommen sei, nicht geantwortet:

Я написал режиссеру фильма Эгмонту Коху, но он не ответил на вопросы, где снималось кино и как на него вышел Чекист-невидимка.

Koch: „ich habe von Herrn Kanev niemals eine mail oder einen Anruf erhalten!“

Zurück zur Frage, ob Kireev /Gathmann im „Igor“-Teil nur Kanevs Artikel verwurstet haben. Der zoom-Beitrag wurde am 8. Februar gesendet. Kanev hat seinen Bericht am 13. Februar um 05:18 auf twitter veröffentlicht.

Am Abend des 13. weist Kireev auf FB auf Kanevs Artikel hin, und dass der ihnen leider mit seiner Recherche zuvorgekommen sie (sie hätten parallel recherchiert – Zufälle gibt’s) und morgen ihren Artikel bringen würden (der dann auch am 14. Februar erscheint).

Am 14. Februar „sehr früh morgens“ bekam Egmont R. Koch einen Anruf von Gathmann,

in dem er mich um eine Stellungnahme dazu bat, dass Igors Identität inzwischen aufgeflogen sei. Das habe ich aus Gründen des Quellenschutzes abgelehnt. Über die einzelnen Vorwürfe in seinem Artikel unterrichtete er mich mit keinem Wort, ich konnte da also auch nichts gerade rücken.

Die Autoren hätten also 1 Tag und 1 Nacht Zeit gehabt, um Kanevs Artikel zu verarbeiten, Samarskiys Sohn und kurz vor Veröffentlichung auch noch schnell Koch anzurufen.

Aber nicht nur Fragen zu Igor führen die Autoren ins Feld. Das „Verkämpfen“ des ZDF gegen Putin machen die beiden Journalisten an vier Dingen fest:

  1. „Igor“ aka Oberst Petr Samarskiy unglaubwürdig machen
  2. Felshtinsky herabsetzen
  3. Den Autor Egmont R. Koch unglaubwürdig machen
  4. Süffisante Sprache

1. Igor demontieren

Was treibt das ZDF an, schon wieder so zu holzen

Da war doch schon einmal ein „Igor“, der fake war, wie die Herren Gathmann /Kireev behaupten. Abgesehen davon, dass bei dem ZDF-Beitrag „Machtmensch Putin“ (Dez. 2016) noch lange nicht klar ist, ob und wenn ja, von wem der mit „Igor“ verschlüsselte Yuriy Labyskin gefaked bzw. untergeschoben war – der FSB war in jedem Fall beteiligt und das ZDF hat naiv gehandelt – versuchen die Autoren, auch diesen „Igor“ als Fake hinzustellen, hoffend, dass der schnelle Leser Igor = Igor = Fake kombiniert.

Die Hauptvorwürfe Kireevs /Gathmanns bezgl. „Igor“ bestehen darin, dass er nicht zu den 50 obersten Geheimdienstlern Russlands gehöre und dass er schon seit 2008 nicht mehr für den FSB arbeite. Ob Koch den Oberst, wenn er schon den Namen hatte, nicht recherchiert hätte. Gathmann kommentiert in FB immer noch, dass er gerne eine Antwort von Koch hätte, zB :

Sehr gerne hätte man Antworten von Egmont R. Koch. · 17. Februar um 15:51

Koch hat natürlich recherchiert. Sagt er auch öffentlich, zB unter dem ZDF-zoom-Beitrag. Aber die Masche zieht – Koch als unprofessionell hinzustellen.

*** Update  Gathmann hat mittlerweile (22. Feb) seine Antworten vom ZDF bekommen. seine Hauptargumente wären damit widerlegt. Wo sind denn die Beweise, dass man „durch einfache Recherche“ herausbekommen könne, dass es nicht stimme, dass Samarskiy auch in Moskau gearbeitet habe? Die grundsätzlichen Aussagen bleiben jedenfalls unberührt. ***

Egmont R. Koch zu den Vorwürfen:

Hat er seine Bedeutung übertrieben? (Top 50). Um seine Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, schickte Igor mir das Gruppenfoto von einer Tagung, auf dem er selbst in der obersten Reihe zu sehen ist. Unten sitzen die Generäle des FSB, darunter u.a. sein direkter Vorgesetzter Belousov, dessen Chef Alexey Sedov und sogar der damalige russische Innenminister Raschid Nurgaliev. Wo auch immer dieses Foto aufgenommen wurde, es illustriert, dass Igor in diesen Kreisen verkehrte. Seine Abteilung „Bekämpfung Extremismus und Terrorismus“ in Wolgograd spielte und spielt wegen der Nähe zur Kaukasus-Region eine herausragende Rolle, dementsprechend bedeutend war auch seine Abteilung im FSB. Bei unserem Gespräch über das Foto fragte ich ihn, ob er also zu den Top 50 gehört habe (weil auf dem Foto 49 Personen zu sehen sind). Er hat dies dann bestätigt. Mag sein, dass er da etwas aufgeschnitten hat, aber er war bedeutend genug im FSB, um vor allem über die Schleusung von Tschetschenen nach Europa etwas wissen und erzählen zu können. Dies ist übrigens der zentrale Punkt meines Filmes.

Diesen zentralen Punkt, dessen Aussage auch nicht angetastet wird, bestätigen Gathmann/ Kireev sogar. Auch dieser Teil ihres Artikels steht übrigens bei Kanev – wieder ein Indiz mehr für’s Abschreiben.

Koch hat die von Kanev / Kireev / Gathmann präsentierten Fakten aus Gründen der Sicherheit des Informanten nicht erwähnt. Dass nicht zumindest der FSB trotzdem sofort weiß, um wen es sich handelt – zu singulär ist die Geschichte – kann man Koch durchaus als Naivität anlasten. Im haben auch die früheren Artikel über Samarskiy vorgelegen, einige davon von Kanev – und auch da hätte ihm klar sein müssen, dass der Samarskiy sofort erkennt – und das nicht nur am kitel…

Was Samarskiys Ausscheiden aus dem FSB 2008 betrifft, sodass er nach Meinung von  Gathmann/ Kireev „nur über etwas berichten könnte, was fast ein Jahrzehnt zurückliegt“, meint Koch:

Igor hat gleich zu Anfang unserer Treffen ein grundlegende Aussage gemacht: Er werde über Dinge berichten, an denen er beteiligt war oder über die er etwas wisse, weil entsprechende Unterlagen über seinen Schreibtisch gegangen seien; wenn er sich darüber hinaus zu etwas äußere, dann seien das Einschätzungen, Erklärungen und Bewertungen. Genau so habe ich ihn gleich am Anfang des Filmes eingeführt. Wir suchen ja als Journalisten immer gerne Experten, die uns Dinge einordnen. Warum also sollte Igor nicht auch eine Einschätzung zu etwas geben, das nach seiner aktiven Zeit im FSB stattgefunden hatte? Er kennt ja die Mechanismen und Abläufe in diesem gigantischen Geheimdienstapparat besser als jeder Außenstehende.

Außer den oben abgehandelten, vom ZDF bzw Koch schon beantworteten Fragen gibt es noch mehr solcher subtilen Verschiebungen, die Kireev /Gathmann als Lügen bzw unprofessionell hinstellen, zB das mit der Murmansk-Route nach Finnland und Norwegen. Kireev /Gathmann behaupten, im Film  behaupte Igor, „diese Flüchtlinge seien vom FSB angeworben worden.“ Nein, behauptet Igor nicht. Er sagt, ohne Wissen des FSB könne sowas gar nicht stattfinden. Die Herren schreiben nun Koch vor, welche Informantin er hätte fragen müssen (Svetlana Gannushkina). Es kann nur eine geben? Seriöser sind da Berichte, die Fragen stellen. Und nicht schon alles wissen, zB hier.

2. Felshtinsky

Die Schreiber unterstellen Koch, Feltshinsky (wie auch Samarskiy) aufzublasen. Dazu schreiben sie, dass er die „größte Nähe zu amerikanischen Universitäten er mit der Erlangung eines Doktortitels an der Rutgers University vor drei Jahrzehnten“ hatte. Das ist nicht gelogen, denn seine weitere akademische Karriere absolvierte er am Historischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau mit der Verteidigung eines weiteren Doktortitels. Dass er also seine akademische Karriere schon vor 3 Jahrzehnten beendet hätte und es deswegen unangemessen sei, ihn vor eine Universität zu stellen, ist schon reichlich – subtil.

Felshtinsky gelangte zu kurzer Berühmtheit, als er zusammen mit dem geflohenen Agenten Alexander Litwinenko 2002 in einem Buch behauptete, hinter den Explosionen von Wohnhäusern in drei russischen Städten 1999 stehe der FSB selbst. Diese Theorie gilt mangels Beweisen bis heute als Verschwörungstheorie. Die offizielle Version lautet, dass die Attentate von tschetschenischen Terroristen begangen wurden.

„offizielle Version“, ja genau, ihr haltet euch also an Putins Sprachgebrauch. Die Theorie gilt keineswegs als Verschwörungstheorie, wie ein Blick, am besten in die englische, wikipedia zeigt: ellenlange Kontroversen. Speziell der verhinderte Anschlag von Ryazan ist so offensichtlich FSB, dass daran eigentlich nur noch wenige zweifeln. Neuere Erkenntnisse, die die Verstrickung des FSB nahelegen, zB hier (Dunlop) und hier (Satter).

3. Die Glaubwürdigkeit des Autors Egmont R. Koch

Außer der angeblichen Unprofessionalität, was die Identität des Spions angeht, soll Koch auch noch „in dilettantischer Manier“ auf die Orte der Treffen und wahrscheinlichen Aufenthaltsort von Samarskiy hingewiesen haben, „die man von einem Dokumentarfilmer mit vier Jahrzehnten Erfahrung auf dem Buckel nicht erwarten würde“. Eine Wasserflasche mit ukrainischem Ettikett stehe auf dem Tisch. Das kann viele Gründe haben…

Und dann die Unterstellung, Koch habe Samarskiy nicht recherchiert. Das ist lächerlich. Das ist das erste, was man macht und wurde natürlich auch von koch durchgeführt.

Das mit dem 1. Tschetschenischen Krieg, den Koch fälschlicherweise als für die Tschetschenen verloren gab, als „haarsträubenden handwerklichen Fehler“ ist übertrieben. Das ZDF hat den Fehler auch zugegeben und korrigiert. So what? Betrifft das die inhaltliche Aussage? Nur insofern, als eben Koch demontiert werden soll.

4. Süffisante Sprache

nervöse Streicherklänge, Husarenritt, verschwörerisch, holzen, – ich komm mir vor wie Deutsch, 11. Klasse, Textanalyse 😀

Fazit:

Tschetschenische Spione in Deutschland sind eine Tatsache (s. Dugazaev). Auf diese Kernaussage des Films gehen Gathmann /Kireev mit keinem Wort ein.

„wenig, sehr sehr wenige!“

Erste Fotos von der kleinen „Anti-Siko“ (60 Angemeldete, SZ) bei Oleg Muzika und Bianca Budnick.

Mit:

Tobias Pfennig aka Nase (mit seinem ewig gleichen Banner, naja, is ja auch teuer, sowas), Hendra Kremzow (Endgame), BÜSO, Anthropos (das ist Hans-Wolff Graf „Nirgendwo auf der Welt gibt es eine Demokratie. Deshalb, sorry, ist Putin der ehrlichste Führer“, und der ist einer der Macher des üblen Pax Terra Festivals der „Friedens“bewegung im Sommer, wohin das führt, kann man in unserem Artikel über den Mann lesen)…

Lisa Fitz ist auf der anderen AntiSIKO-Demo. Sie wird jetzt schon von „druzhba“ – Owe geteilt…

Kireev / Gathmann fake news ?

Das Übermedien-Team Kireev / Gathmann versucht, den ZDF-zoom-Beitrag mit dem russischen FSB-Oberst „Igor“, in dem auch über die Einschleusung von tschetschenischen Schläfern nach Deutschland berichtet wird, zu diskreditieren.

Ist ihnen nicht ganz gelungen 😉

Erstens beruht der Bericht auf der Recherche von Sergey Kanev, auf Russisch, auf den Kireev auf FB sogar selbst hinweist. Die beiden Übermedialen erwähnen ihn im Beitrag jedoch nicht und stellen sich selbst als diejenigen hin, die Gespräche und Untersuchungen geführt haben

Im Gespräch mit Übermedien bestätigte Samarskijs ältester Sohn Nikolaj am Montag…

oder ist Kanev auch Übermedien? Natürlich können sie jederzeit behaupten, selbst ein Gespräch geführt zu haben. Kann sein. Ist aber im Kontext unglaubwürdig. Es gibt auch sonst keine erweiterten Informationen, die bei Kanev nicht stehen würden.

Zweitens wird lediglich die Identität des im ZDF-zoom-Beitrag „Igor“ genannten FSB-Überläufers gelüftet. Selbst Kanev bestätigt, dass Petr Samarskiy, wie der flüchtige FSB-Oberst heißt, die Entsendung von tschetschenischen „Schläfern“ durchaus gesteuert haben könnte

Мог ли начальник отдела по борьбе с терроризмом УФСБ по Волгоградской области засылать чеченцев в Европу?

Я задал этот вопрос осведомленному недавно еще действующему сотруднику ФСБ, И получил ответ: «Вполне. УФСБ Волгограда — самостоятельный субъект и может вести свою агентурную работу. Самарский еще не все сказал: вот, например, много проституток уезжающих в ЕС и Дубаи, завербовали. Правда, до 2008 года, когда еще служил Самарский, задача раскачать ситуацию в ЕС не ставилась. Скорее, для общего сбора информации и последующих вербовочных подходов. Потом многих под себя забрал Кадыров и они перестали выходить на связь. Некоторых, совсем немного, передали в СВР. Кстати, у волгоградских и астраханских фсбшников были сильные позиции в чеченской диаспоре, поскольку там было много наркоманов. Даже отделы ФСБ в Дмитрове или в Мытищах стараются завербовать людей, общающихся с иностранцами или бывающих за границей. И ведут их долгие годы».

Das einzige, was im zoom-Beitrag also nicht stimmt, ist der hohe Rang, den man Samarskiy zuweist.

Weitere Ungereimtheiten:

Den Oberst finde man, wenn man nach „flüchtiger FSB-Oberst“ suche? Nach Litvinenko und Girkin findet man ihn zwar irgendwann, aus dem Jahr 2012, aber nicht dort, wohin Übermedien verlinkt. Warum? haben Kireev /Gathmann das Foto bei Kanev kopiert und auf einen server geladen?

Und Kanev selbst behauptet, die Uniformjacke sei ihm gleich so bekannt vorgekommen… und das Foto sei aus seinem „Privatarchiv“…

Lisa Fitz, was ist aus dir geworden

Du warst mal eine große Nummer. Aber jetzt, eingereiht bei der „Anstalt“, mit sämtlichen einschlägigen Klischees inkl. den 5 Millionen Dollar von den USA für den ukrainischen Putsch, ohne eigenen Input; inspiriert von Willy Wimmer ^^, gehypt von den einschlägigen Medien der freien russischen Freundespresse RT, Honigmann, ja, bei dem rechtsextremen halle-leaks, bei Hörstel kann man sie finden, bei unserem Reimann, bei der „Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine“ usw usw.

In schlecht nachgemachtem russischem Akzent, und zu Eurasien gehört bei ihr auch China und Indien.

Video beim BR

Die FR hat einen sarkastischen Bericht über Lisa Fitz gemacht.

Sturm auf den Bundestag

Nachdem es mit Rüdiger (Hoffmann-Klasen) und Russland nix geworden ist, sucht sich der Kreml einen neuen „Partner“, um (nicht zuletzt) die Russlanddeutschen bei der nächsten Wahl zu beeinflussen und überhaupt andere Parteien in D zu schwächen.

Die Wahl fiel diesmal wieder auf Dimitri Rempel und seine „Die Einheit“ – ob die russischen „Partner“ da erfolgreicher sein werden als mit staatenlos.info??

Da scheinen mal endlich wieder ein paar Rubel geflossen zu sein, denn seit einem Jahr, seit Rempel eine Demo im Lisa-Fieber in Offenburg organisierte – und zwar ohne direkt auf den Fall Lisa Bezug zu nehmen – , hat man nichts mehr von ihm gehört (bei uns 2016). Jetzt auf einmal eine neue (naja) Website, und Versammlungen aller vorhandenen Landesverbände.

Die Unterstützung als Außenstelle der russischen „Einheit“ geht schon länger, siehe Artikel von 2015.

Der Deutschlandfunk schrieb 2016:

Im baden-württembergischen Ludwigsburg jedenfalls ist „Die Einheit“ unter der gleichen Adresse zu erreichen wie die „Russlanddeutschen Wölfe“ und der Kampfsportverein „Systema Akademie.“ Die Russlanddeutschen Wölfe stehen den russischen „Nachtwölfen“ nahe, einer Rockergruppe, die sich offen zu ihrem kriegerischen Engagement in der Ukraine bekennt. Und der BND vermutet, dass der russische Militärdienst GRU bei der „Systema Akademie“ neue Quellen rekrutiert.

Igor Eidman, Cousin des vor 2 Jahren ermordeten Kreml-Kritikers Nemzow und in Deutschland im Exil lebend, überschreibt seinen Artikel zu Rempels neuesten Aktivitäten mit

Fünfte Kolonne – Sturm auf den Bundestag

Klasen hatte ja 2014 auch zum Sturm auf den Bundestag geblasen, und auch seither wieder ein paarmal…

Boris Reitschuster verwurstet den Artikel seines Freundes Eidman mit anderen interessanten Details auf der Huff. Aber natürlich nimmt er nicht das pöhse Wort von der 5. Kolonne in den Mund, auch nicht „nützliche Idioten“ – er erfindet ein eigenes Wort: „willige Helfer“. Dabei lösen die bekannten Worte ganz andere Assoziationsketten aus – und genau das scheinen er (und auch andere wie Golineh) zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Ich verstehe immer noch nicht, warum.

Rempel war in „Rossiya24“ im Interview, wo sein Redefluss vom Interviewer lachend unterbrochen wird, als er über deutsch-amerikanische Beziehungen redete. Der hat sowieso Sprechdurchfall. Ohne Punkt und Komma.

Also Leute, macht euch keine Sorgen, all die „активные мероприятия“, die offensichtlich von den Kreml-Freunden eingesetzt werden, inkl. einer Zeitung, die in Russlanddeutsche Haushalte verteilt wird – all die Technologien aus der sowjetischen Zeit werden nix nützen, denn Rempel ist auch nicht viel besser als Klasen.

Und wenn das nicht klappt – da gibt es ja noch den Spinner Reimann mit seiner „Pro-Putin-Partei in Gründung“, der den Anschluss Deutschlands an Russland sucht…

Mehr Rempel bei uns

Kadyrovtsi in D und wieder Dugazaev

ZDF #zoom. Ein Überläufer, ehemaliger FSB-Oberst. Selbst Stefan Meister, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, ist überrascht von der Systematik, mit der der russische Geheimdienst im Informationskrieg gegen die EU vorgeht.

Wer es wissen wollte, weiß das schon lange. Aber gut, dass das jetzt breiter und eindeutig an die Öffentlichkeit gebracht wird.

Und wen finden wir wieder? „Timur“ Islam Dugazaev, Boxer in Kiel, Kadyrov-Vertrauter. Der hatte damals ein Festessen für Flüchtlinge in Kiel ausgerichtet – wir berichteten.

Im #zoom-Bericht erzählt er freimütig, dass er damals Asyl bekommen hatte. Asyl als Flüchtling vor dem Kadyrov-Regime – mit dem er direkt verbandelt ist („ich brauche keinen Geheimdienst, ich spreche direkt mit Kadyrov“)? Dugazaev erzählt freimütig, dass seine Freunde sich genauso Asyl erschlichen hätten, und sogar wieder über die Grenze gingen.

Warum kümmert sich der deutsche Verfassungsschutz nicht mehr um diese vielen eingeschleusten Schläfer, als die auch Dugazaev viele seiner „geflüchteten“ Landsleute bezeichnet und für die Spion „Igor“ sogar Dokumente fälschte, als er noch beim FSB war?

Um islamistische Tschetschenen kümmert der Verfassungsschutz sich allerdings. Lässt er Leute wie Dugazaev in Ruhe, weil der auch gegen islamistische Tschetschenen kämpft, die zurück nach Russland bzw Tschetschenien gehen könnten, um dort Attentate zu verüben?