Gabriel goes Kreml

„Die USA sind nicht unmaßgeblich an den Ursachen der Flüchtlingskrise beteiligt, beispielsweise im Irak“

sagt Gabriel bei seinem Besuch der Flüchtlingslager in Jordanien.

Das ist reiner Kreml-Sprech. Auf den einschlägigen Seiten, zB RT Deutsch, wird dann Obama zitiert, wie er den Ursprung von IS letztlich – wenn auch inbeabsichtigt – in der Invasion der USA im Irak sieht.

Dass Obamas Außenpolitik fragwürdig ist und seine Bemerkungen oftmals Richtung Kreml gehen – ist er doch eigentlich ein „Linker“ -, fällt öfter auf. Man kann das so hinstellen. Zeigen wir das mal an einem absurden Beispiel: Obama befreit einen Mann aus dem Gefängnis, in dem er zu UNrecht von einem korrupten Staat festgehalten wird. Danach geht der Mann hin und raubt eine Bank aus. Genau: Obama ist dann die Ursache für den Bankraub 😉

Wer die USA für die Krisen in Nahost verantwortlich macht, verkennt, dass es dort eigenstänige handelnde Nationen gibt, mit ihren eigenen Traditionen und Strukturen. Ignoriert Assad, den Iran, Hezbollah, Hamas…

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2 Gedanken zu “Gabriel goes Kreml

  1. Gabriel war ja wieder in Moskau. Einem Genossen gefiel das gar nicht, was er da so von sich gab:

    „„Vielen Dank dass Sie Zeit für dieses Treffen gefunden haben. In diesen Tagen haben Sie mit dem Syrien Konflikt viel zu tun. Ich bin sehr glücklich, dass Sie Zeit für mich gefunden haben.”
    Einmal abgesehen von Ihren persönlichen Glücksgefühlen, die Sie beim Anblick Putins möglicherweise befallen haben, frage ich Sie:
    Ist „etwas zu tun zu haben“ die richtige Umschreibung für das tägliche Bombardement und die brutalen und unmenschlichen Luftschläge, die Putin im Moment zur Unterstützung des Assad – Regimes vorwiegend gegen gemässigte Rebellen und die syrische Zivilbevölkerung ausführen lässt?
    Bereits nach wenigen Tagen hat dies nicht nur viele zivile Todesopfer gefordert, sondern mindestens weitere 100.000 Syrer in die Flucht getrieben!
    Ich finde diese Formulierung gegenüber Herrn Putin nicht nur anbiedernd, sondern gegenüber den Hunderttausenden syrischen Flüchtlingen höchst geschmacklos. Auch ist es eines Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei unwürdig.
    Genauso schockierend waren Ihre folgenden wörtlich zitierten an Putin gerichteten Ausführungen:“

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