Dugin: Europa zum russischen Protektorat machen

Kommentar von Boris Reitschuster und Übersetzung eines Interviews mit Dugin vom 12. April 2013 bei Voices of Ukraine

Aktueller denn je.

Oder sagen wir mal so: langsam begreifen die Leute, was der schon damals ( und noch früher…) gesagt hat…

Zur Zeit reden einige russische Eurasien-Apologeten Klartext. Girkin immer wieder.

Lassen wir Dugin selbst sprechen.

Dass es eine prorussische fünfte Kolonne in Europa gib, steht fest.
Alexander Dugin, Professor, Eurasiansimus-Ideologe

Zur Unterwanderung des „Westens“ durch den KGB:

„Darüberhinaus haben wir noch Erfahrung mit der Expansion nach Europa, die zu Sowjetzeiten stattfand, als unsere kommunistische Partei, die Komintern und die Kominform sehr beeindruckende Ergeb­nisse in Sachen Eindringen in die europäischen Parlamente erzielt ha­ben. Ja, das war unser außenpolitisches Instrument.“

Zur Appeasementpolitik des „Westens“:

„Werfen wir einen Blick auf die europäischen Streitkräfte. Die sind so gut wie nicht vorhanden. Es gibt natürlich den NATO-Block. Aber die NATO mischt sich in keine ernsthaften Operationen ein. Das haben wir in Süd-Ossetien und Abchasien erlebt. […] Es gab viel Tu­mult und Wasserballett im Schwarzen Meer, wir haben amerikanische Kreuzer, NATO-Kreuzer gesehen. Na und? Süd-Ossetien und Abchasien gehören mittlerweile uns.“

Denn:

„Wir würden Europa einfach zu unserem Protektorat machen. Und das ist alles.

Ohne Europa traut er Russland anscheinend Entwicklung nicht zu:

„Das heißt, indem wir Europa erobern würden, würden uns alle Hochtechnologien anheimfallen. Und da hätten wir Entwicklung, da hätten wir Modernisierung, wenn wir sie wollten. Da hätten wir übrigens die Europäisierung unserer Gesellschaft.
Peter I hat auch ein Fenster nach Europa geöffnet, und was hat er daraus gezeigt? Er hat einfach eine Kanone zum Fenster hingeschoben. Er hat begonnen, sich an der europäischen Politik zu beteiligen. Indem er Kosaken ins Zentrum Europas einmarschieren ließ. […] Ich halte diesen Sprung nach Westen für äußerst wichtig.“

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