Eine Fahne macht noch keinen…

Wieso gerade jetzt die Fahnen bemerkt werden, obwohl die schon die ganze Zeit mitlaufen, nicht nur bei den Abkürzungsnazis, ist ein Rätsel. Aber so ist das mit Memen.
Hauptsache, es wird endlich bemerkt!
Es ist erstaunlich, wie wenig Wissen über diese Leute – Putins nützliche Idioten oder Moskaus 5. Kolonne in Deutschland genannt – hier vorhanden ist. Es ist ein riesiger Sumpf, der eine Kontinuität aus der Zeit der sowjetischen Propaganda – Zersetzung, active measures, psy-ops oder wie ihr sie auch immer nennen wollt – darstellt.
Wie man bei uns ja verfolgen kann, spielen die Fahnen schon lange eine Rolle, aber keiner wollte sie bemerken, wie zB beim Auftritt des Naidoo am 3. Oktober, als dick und fett die Sankt-Georgs-Fahnen wehten, denn diese Veranstaltung war ein „Puting“, ein Antimaidan-Event usw usw. Mehr dazu auch auf unseren nicht mehr beschreibbaren FB-Seiten Moskaus 5. Kolonne in Deutschland bzw Moskaus 5. Kolonne in D.
Zur umgekehrten Fahne auf dem Bild:
Das ist kein Versehen und auch kein Zeichen für die Dummheit dieser Leute, sondern ein Symbol der Reichsbürger, die glauben, dass Deutschland noch besetzt sei.
Und auch die diagonal geteilte deutsch-russische Fahne ist kein Symbol der NOD, wie Cimala schreibt, sondern nur eines wenig in Erscheinung getretenen Russophilen Nico Klöckner, der kein Vertreter von NOD ist, denn er kommt weiter nicht vor bei NOD. (Zu NOD schreiben wir ständig, die Entdeckung der Beziehung von Reichsbürger und Ex-NPDler Rüdiger Klasen aka Hoffmann zu NOD mit Xavier Naidoo als Promoter hat uns dieses Blog beginnen lassen.)
NOD und sein Chef, der Staatsdumaabgeordnete Federov, haben das Georgsband als Symbol.
Nico Klöckner dagegen ist tief drin in den Verflechtungen von ENDGAME. Auch mit Lars Mährholz ist er befreundet (der outet sich gerade mehr und mehr als Kreml Troll). Und er ist auch mit dem Tolstoi-Institut der Tatjana Garsiya befreundet, wo viele Fäden der deutschen Kreml-Trolle zusammenzulaufen scheinen. Sie hat anscheinend was gemerkt und ihre Freundesliste nicht mehr sichtbar gestellt. Nico steht auch ganz besonders auf Preußen und Bismarck…
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USA entziehen Moskauer Rentnern kostenlose Verkehrsmittelnutzung

„Technologie des Betruges“ – der Duma-Abgeordnete und Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Ewgenij Fedorow, der Chef von unserem NOD, erklärt im russischen Fernsehen am 25. August, wie in der Wirklichkeit ein politischer Betrug funktioniert: „Menschen in unserem Land verstehen nicht, dass es die USA, das amerikanische Außenministerium, war, das den Rentner der Region Moskau die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entzogen hat. Sie denken, Putin tat es. Verstehen Sie? Darin besteht die Technologie des Betrugs.“

Das glaubt ja hier keiner, dass die Leute das in Russland glauben.

mangelnde Entkommunistifizierung

„This is one of many links between Kremlin active measures campaigns and persons, businesses, and other organizations in Germany. I’m going to guess the connection is rooted in a failure to de-communize after reunification.“

Ich glaube zwar weder an eine gelungene Entnazifizierung, noch eine mangelnde Entkommunistifizierung – letzteres würde ja bedeuten, dass es die 5. Kolonne – oder Kremltrolle, wie Weisburd es nennt – hauptsächlich auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gebe – aber die Existenz ist eindeutig. Weisburd weist diese vielfach und wunderschön nach, mit Unterstützung aus anderen Ländern.

„Facebook is potentially a rich source of data about participants in and supporters of the Kremlin’s information warfare operations, and I’d say the least we can do is exploit that source, seeing as how Facebook appears to have come down on the side of the Kremlin and the invasion of Ukraine. Why Facebook has chosen the Russian side is a matter of some speculation, but it may be linked to a long-time investor in Facebook, a Russian oligarch who is part of Putin’s inner circle.“

Auch letztere Vermutung halte ich für zu kurz gegriffen. Dennoch sind die Tendenzen nicht von der Hand zu weisen.

Lars Mährholz bei RT Deutsch

Und das war nicht das erste Mal. Foto oben: Lars Mährholz im Interview mit Max Keiser bei RT International in NewYork, August 2014

Da hat sich Jürgen Elsässer ganz umsonst mit ihm zerstritten: weil er eine Äußerung gegen Putin (a-loch) getan hat, damals, Anfang 2014. Das konnte er so ernst nicht meinen, denn sonst würde er nicht dauernd bei RT und anderen russischen Sendern rumhängen.

Das muss ein Trick des Herrn Mährholz gewesen sein. Schließlich hat der „Informationskrieger“ Mährholz im Frühjahr 2014 der Stimme Russlands bei einer der ersten „Montagsdemos“ in Berlin gesagt, alle Kriege der letzten 100 Jahre seien auf die amerikanische Notenbank zurückzuführen.

Solche Tricks haben sie am Anfang noch offen beschrieben, nämlich zB sich vor einem Holocaust-Denkmal abbilden zu lassen, damit niemand den Vorwurf des Antisemitismus (aka Nazikeule) anbringen könne.

Das RT Deutsch -Interview von gestern, das eigentlich mehr eine Promotion für die nächste Wahnmache morgen am 29. August ist – mal auf der Zunge zergehen lassen. der russische Sender RT Deutsch macht groß Reklame für diese Veranstaltung – zeigt uns einen Mährholz, dessen schönen Worten wir fast allen zustimmen können. Das ist so bei Rattenfängern.

Das Grauen lauert dahinter / danach.

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Dugin: Europa zum russischen Protektorat machen

Kommentar von Boris Reitschuster und Übersetzung eines Interviews mit Dugin vom 12. April 2013 bei Voices of Ukraine

Aktueller denn je.

Oder sagen wir mal so: langsam begreifen die Leute, was der schon damals ( und noch früher…) gesagt hat…

Zur Zeit reden einige russische Eurasien-Apologeten Klartext. Girkin immer wieder.

Lassen wir Dugin selbst sprechen.

Dass es eine prorussische fünfte Kolonne in Europa gib, steht fest.
Alexander Dugin, Professor, Eurasiansimus-Ideologe

Zur Unterwanderung des „Westens“ durch den KGB:

„Darüberhinaus haben wir noch Erfahrung mit der Expansion nach Europa, die zu Sowjetzeiten stattfand, als unsere kommunistische Partei, die Komintern und die Kominform sehr beeindruckende Ergeb­nisse in Sachen Eindringen in die europäischen Parlamente erzielt ha­ben. Ja, das war unser außenpolitisches Instrument.“

Zur Appeasementpolitik des „Westens“:

„Werfen wir einen Blick auf die europäischen Streitkräfte. Die sind so gut wie nicht vorhanden. Es gibt natürlich den NATO-Block. Aber die NATO mischt sich in keine ernsthaften Operationen ein. Das haben wir in Süd-Ossetien und Abchasien erlebt. […] Es gab viel Tu­mult und Wasserballett im Schwarzen Meer, wir haben amerikanische Kreuzer, NATO-Kreuzer gesehen. Na und? Süd-Ossetien und Abchasien gehören mittlerweile uns.“

Denn:

„Wir würden Europa einfach zu unserem Protektorat machen. Und das ist alles.

Ohne Europa traut er Russland anscheinend Entwicklung nicht zu:

„Das heißt, indem wir Europa erobern würden, würden uns alle Hochtechnologien anheimfallen. Und da hätten wir Entwicklung, da hätten wir Modernisierung, wenn wir sie wollten. Da hätten wir übrigens die Europäisierung unserer Gesellschaft.
Peter I hat auch ein Fenster nach Europa geöffnet, und was hat er daraus gezeigt? Er hat einfach eine Kanone zum Fenster hingeschoben. Er hat begonnen, sich an der europäischen Politik zu beteiligen. Indem er Kosaken ins Zentrum Europas einmarschieren ließ. […] Ich halte diesen Sprung nach Westen für äußerst wichtig.“

Monika Donner – durch Aufrüstung zum Frieden

Auf der nächsten Wahnmache am 29. August in Berlin spricht neben den üblichen Verdächtigen ein neues Gesicht: Monika Donner. Auf der Wiener Wahnmache mit Stephan Bartunek und seiner gruppe42 hat sie ihre „Analysen“ schon zum besten gegeben. Wie sie allerdings mit ihrer Forderung nach einer Vergrößerung des Heeres die Friedenswichtel von ihrem Friedenswillen und davon, gegen Kriegshetze zu sein, überzeugen kann, bleibt deren Geheimnis.

In dieser Frau schlummern zwei Seelen: die eine liebt Putin, dem sie in einem offenen Brief ihr neues Buch „God bless you, Putin“ (im esoterischen Amra-Verlag erschienen) ans Herz legt „Ich erlaube mir, das entsprechende eBook-pdf in meiner Muttersprache anzuhängen, weil Sie klarere deutsche Sätze sprechen können als so mancher westliche Politiker.“ Diese ihre Seite liefert langweiliges reines Kreml-Sprech. 5. Kolonne in Österreich.

Wie sie die andere Seite ihrer Argumentationen damit vereinbaren will, habe ich nicht verstanden. Sie plädiert nämlich für eine erhebliche Vergrößerung des österreichischen Bundesheeres – um neutral sein zu können („damit Österreich nicht der NATO einverleibt wird“). „Alle mir bekannten Juristen, Offiziere und Unteroffiziere sind meiner Meinung.“ „Österreich muss wieder Österreich werden!“

Also nochmal: Sie regt in Eingaben an ihre Heeresleitung (sie war Offizier und ist nun Juristin im Verteidigungsministerium) an, das Heer zu vergrößern, weil sie die NATO scheiße findet.

Um beiden Seiten gerecht zu werden, kann sie nur auf Seiten Putins gegen die NATO kämpfen!

Der Verteidigungsminister, ihr Dienstherr, hat schon Klage gegen sie wegen NAZI-Äußerungen angestrengt. Na gottseidank merken die Österreicher doch noch was…

Girkin bei НОД

Was bei uns kaum Beachtung findet, nämlich die staatliche russische Propagandaorganisation NOD unter dem Staatsdumaabgeordneten Fedorov / Fjodorow – in der Ukraine kennt man die. Anton Gerashchenko, der Abgeordnete und Berater des Innenministers, verlinkt ein video mit Fjodorow und Girkin bei NOD, wo Girkin von „Experimenten von anderthalb Jahren an den unglücklichen Bewohnern des Donbass“ spricht und Gerashshenko fragt, warum der noch nicht bei einem Autounfall starb oder an vergiftetem Wodka und wie Putin diese öffentliche Demütigung tolerieren könne.

FB-Post Gerashshenko mit dem Video >>