Was macht eigentlich Dimitrij? – Fursow, LaRouche und der Isborsk Club

Der Arme (wir sprechen von Dimitri Metzler, NOD Germania) fühlt sich verlassen. Anscheinend will die Spinner (ihn und Klasen) niemand bei НОД (weswegen sie ja auch zur Partei der Veteranen gelaufen sind, die sich den PP-Vortrag von Klasen mit seiner BRD-Besetztes-Land-Leier dann angesehen haben).

Und deshalb postet er jetzt einen Text von Andrej Fursow, den er auf seiner persönlichen NOD-Seite gepostet hatte, als Screenshot mit dem Kommentar:

Очень жаль, что НОД не хочет понять одного – проблему суверенитета России без суверенитета Германии не решить!

(So schade, dass NOD eins nicht begreifen will – dass das Problem der Souveränität Russlands nicht ohne das der Souveränität Deutschlands gelöst werden kann!)

Russland hat ein Souveränitätsproblem?? Das erste, was ich höre…

Der Andrej Fursow interessiert mich stattdessen, aber viel lässt sich aus seinem tausendmal gehörten, langatmigen Geschwurbel nicht herausholen – außer dass er auch gerne bei Helga Zepp-LaRouche auf der Seite ihres Schiller-Instituts auftaucht (außer auf sämtlichen einschlägigen Seiten wie sputnik, RT, neuepresse, NRHZ – und sogar im Forum der goldseiten 😀 )
Bei der weiteren Recherche zeigten sich dann doch noch interessante Verbindungen dieses Herrn. Also bitte um Geduld!

Kommen wir zum Schiller-Institut von Helga Zepp-LaRouche, Ehefrau des Eurasianisten Lyndon LaRouche (wir erinnern uns, 2009 in Peterburg zugeschaltet per video auf der großen Eurasien-Konferenz, auf der auch Jürgen Elsässer sprach).

Sowohl das Schiller-Institut als auch die ihr nahestehende Bürgerrechts­bewegung Solidarität sind nach Einschätzung des Bundesverbandes für Sekten- und Psychomarktberatung sowie anderer Experten und Journalisten Teil einer Politsekte, die mit verschwörungs­theoretischen und teilweise antisemitischen Inhalten auf eine totale Vereinnahmung ihrer Mitglieder abzielen. (wikipedia)

LaRouche-Politsekte bei psiram

Sie freut sich tierisch über Steinmeiers Auftritt in Washington im März, wo er flehentlich davor gewarnt hat, dass die USA keine schweren Waffen in den baltischen Staaten oder Polen usw stationieren sollen – man könnte ja den Bären reizen, und dann gnade uns Gott. (Dafür reizt jetzt halt wieder der Bär als erster, mit seinem Plan von neuen Atomraketen.) Dazu das gerede von Helmut Schmidt, dass ja Europa und die USA mit ihrer Einkreisung schuld am „Ukraine-Konflikt“ seien. Dann noch ihr Favorit für die nächste amerikanische Präsidentenwahl, ein gewisser Martin O’Malley, ein Demokrat. Sieht aus wie eine Sozialdemokratin, in diesem Umfeld. In Dänemark treten morgen 4 „Aktivisten der dänischen LaRouche-Bewegung, der Freunde des Schiller-Instituts, als unabhängige Bewerber“ zur Parlamentswahl an. Wo ist jetzt der Kontakt nach Moskau, die Arbeit in der 5. Kolonne? Natürlich war sie auch auf einer hochkarätig – russisch – besetzten Konferenz in Baden-Baden im April 2015 dabei – als Moderatorin.

Zepp-LaRouche ist auch die Partei BüSo – deren Website es sogar auf russisch gibt. Warum nicht auch auf chinesisch? Momentan sind die Aktivitäten der LaRouche-Bewegung auf eine „Neue Seidenstraße“ ausgerichtet, Anschluss des Westens an BRICS sowie das Fernziel Weltregierung mit einer NWO – New World Order. Helga war im August 2014 auf einer Konferenz mit dem sanktionierten Yakunin bei der “One belt one road” cultural roundtable conference in Lanzhou.
Ihr Mann und sie haben aber schon sehr früh mit dem Kreml konferiert. So erläuterte am 29. Juni 2001

Lyndon LaRouche erstmals auf einer offiziellen Anhörung des russischen Parlaments, der Staatsduma, die wichtigsten Punkte seiner Politik zur Reorganisierung des Weltfinanzsystems und zur globalen Wirtschaftserholung im Rahmen einer eurasischen Kooperation. Die parlamentarische Anhörung „Über Maßnahmen zur Sicherung der russischen Wirtschaftsentwicklung unter Bedingungen einer Destabilisierung des Weltfinanzsystems“ stand unter der Leitung von Dr. Sergej Glasjew, dem Vorsitzenden des Duma-Ausschusses für Wirtschaftspolitik und Unternehmertum.
(Helga Zepp-LaRouche)

Dazu Anton Shekhovtsov

Wir kommen der Sache immer näher, warum es die BüSo-Seite auch auf russisch gibt.

Lyndon LaRocuche ist in Desinformationskampagnen des Kreml eingebunden, gerne auch zusammen mit Alex Jones (infowars). Ist das ein Ergebnis seiner Kontakte mit dem berüchtigten nationalistischen antiamerikanischen antiwestlichen Isborski-Club? Der Club, der laut LaRouche an seinem Geburtstag, am 8. September 2012, gegründet wurde „(a fact of which the group officially took note)„?

Viele, sehr viele Informationen über den Izborsk Club, seine Mitglieder und wie er in der Ukraine die Finger im Spiel hat, findet man bei Marius Laurinavičius auf Delfi (auch seine weiteren Artikel sind sehr interessant).

Lyndon LaRouche berichtet stolz davon, wie seine Konferenz vom April 2014 in Flörsheim in der „Zavtra“, dem rechtsnationalen Blatt eines weiteren Mitglieds des Isborsk Clubs, Aleksandr Prokhanov, groß aufgemacht wird. Klar, da hat ja auch (nicht nur) ein anderes Mitglied des Isborsk Clubs und Redakteur bei Zavtra, Aleksander Nagorni, gesprochen. Zavtra (oder Sawtra) ist die Zeitschrift, in der Girkin sein berühmtes Interview gab, in dem er konstatierte, dass er es war der den Krieg in der Ukraine ausgelöst hat. (Girkin war angeblich selbst mal Autor bei „Zaftra“)

Diese Konferenz stand unter dem Motto, klassische Kultur wieder aufleben zu lassen, weswegen man ein Konzert gab – Mozarts Requiem. Musik schert sich eben nicht um Moral, Politik – sonst dürften solche Leute ein solch außergewöhnliches Werk nicht gut finden!

Oder vielleicht resultieren die stabilen Russlandkontakte der LaRouches auch aus der langjährigen Bekanntschaft mit obigem Glasijew von der 2001-Konferenz (Foto) – der ist nämlich was? genau, Gründer des Isborsk Clubs. Jaja, natürlich, Dugin ist auch eins der zentralen Mitglieder des Clubs, und es wird langsam langweilig, denn das sind auch die Leute, die einen großem Anteil am Krieg Russlands mit der Ukraine haben.

Und jetzt, endlich, die Auflösung, und wir schließen den Ring – zu Andrej Fursow, denn natürlich ist er Mitglied im Isborsk Club und hat auf der Konferenz in Flörsheim auch einen Vortrag gehalten.

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15 Gedanken zu “Was macht eigentlich Dimitrij? – Fursow, LaRouche und der Isborsk Club

  1. Da es wieder Linke gibt, die trotz der hier dargelegten offensichtlichen Verbindungen LaRouches nach Russland – die schon seit sehr langer Zeit bestehen – , unbelegt behaupten, es gebe sie nicht – weitere Beispiele.
    Man lese besser die englische wikipedia – die deutsche ist schon sehr einseitig (geworden).
    „Tatiana Shishova interviewed him for Russia Today in 2008, describing him as „the greatest American economist, a prominent politician, one of the first to struggle with the financial oligarchy and its major institutions—the World Bank and IMF. He has no equal in the field of economic and financial forecasts.“ She said that he predicted the Russian default in 1998, and in 2007 the collapse of the world markets, speaking at a hearing in the Russian State Duma“
    https://en.wikipedia.org/wiki/Lyndon_LaRouche
    Oder die eurasische Konferenz in Petersburg 2009:
    „Details zu dieser nichtöffentlichen Konferenz (lt. Elsässer von der Kommunistischen Partei Russlands mitorganisiert) bieten die Webseite von Alexander Dugins „Eurasischem Jugendbund“ sowie die Webseite des deutschen Abzweigs der LaRouche-Bewegung, BüSo, so dass die auf Einladung erschienenen Teilnehmer mit ihren eurasischen Geisteshaltungen gut zu erkennen sind (siehe weiter unten).
    Die Veranstaltung wurde an der Russischen Staatlichen Universität für Handel und Wirtschaft abgehalten, „eine der führenden Hochschulen der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft auf den Gebieten der Ökonomie, des Handels, des Tourismus und der Dienstleistungen“.“

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